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Dienstag, 2. Dezember 2008
Budapest-Eindrücke


Ein abendlicher Spaziergang entlang der Donau bietet wohl eines der schönsten Stadtpanoramen der Welt: Ob die Brücken, der Palast der Künste oder das Parlament, alle bedeutenden Bauten werden hell bestrahlt, um sie perfekt in Szene zu setzen.



Auch der Burgberg mit seinem Palast sind von weitem zu bestaunen.

Begibt man sich weiter in die Innenstadt hinein, trifft man schnell auf die große Markthalle. Unter den Einheimischen wird sie oft als Touristenfalle bezeichnet, ist aber in Wirklichkeit teilweise sogar billiger als viele Supermärkte und bringt etwas Uriges, Traditionelles mit sich.

Noch weiter im Zentrum befindet sich die „Vaci Utca“, die große Einkaufsstraße von Budapest. Hier gibt es alle großen Markenketten, wie sie in jeder europäischen Großstadt zu finden sind – natürlich auch mit dementsprechenden Preisen. Am Ende der Straße gelangt der Fußgänger an einen Platz, auf dem das weltbekannte Café „Gerbeaud“ zu finden ist. Es lohnt sich, auf der Terrasse in aller Ruhe einen Kaffee zu schlürfen und die Stadt auf sich wirken zu lassen.

Weiterhin gibt es noch einige beeindruckende Sehenswürdigkeiten, wie den Heldenplatz und zahlreiche Museen, die in Natura eindrucksvoller sind als im Reiseführer dargestellt.



Der erste Schein trügt aber ein wenig, denn Budapest hat auch eine sehr triste Seite. Sobald man sich aus der Stadtmitte entfernt, sind alte, teilweise verkommene Plattenbauten aneinandergereiht. Alles scheint weniger gepflegt und eher sich selbst überlassen worden zu sein.

Dadurch entsteht der Eindruck, als wäre bisher hauptsächlich in touristische Projekte investiert worden, während der Rest eher an die Zeiten des Kommunismus erinnert. Für einen Aachenprovinzler wie mich war die Anzahl der Obdachlosen und an der Armutsgrenze lebenden Menschen schockierend. Besonders Rentner scheinen in Ungarn einen regelrechten Überlebenskampf führen zu müssen, weshalb sie versuchen, sich durch den Verkauf von Blumen etwas dazu zu verdienen.

Nach genauerer Betrachtung macht Budapest also den Eindruck, als sei es vom Kapitalismus und der Globalisierung so überrollt worden, dass es zwanghaft versucht, zumindest eine glänzende und moderne Fassade aufrecht zu erhalten.
So gibt es in der aus 25 Bezirken bestehenden Metropole mit 1,7 Millionen Einwohnern an jeder Ecke einen so genannten Hypermarkt mit knapp 60 Kassen, der 24 Stunden lang geöffnet hat, während - wie in alten Filmen - die Mafia angeblich hintergründig noch großen Einfluss auf das Geschehen der Stadt nimmt.

Einen Besuch ist Budapest auf jeden Fall wert und es gibt viele schöne und interessante Ecken, dort wohnen würde ich persönlich jedoch nicht wollen.

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Aufgenommen: Nov 13, 17:23

02.12.2008 16:22 Uhr
Inam I. kommentiert
Und hier nun noch einmal meine
Frage, der Sie vielleicht, liebe Frau Thelen, doch einmal nachgehen könnten, welche Verwaltungseinheit sich hinter
"BELÜGYMINISZTRIUM ÜDÜLÖSE" verbirgt. Das Foto habe ich in meinem 'Archiv, wie ich Ihnen bereits schon geschrieben hatte. Herzlichen Dank und noch eine schöne Zeit dort.

(Antworten)
05.12.2008 14:13 Uhr
Anna kommentiert
Hallo!
Bin leider schon wieder zurück aus Budapest.
Habe es mal gegoogelt, aber nix finden können.
Meine persönliche Vermutung:
Es bedeutet "Belüg mich Ministerium mit Düsenlösung".
Genau dieses Ministerium steht einem dann bei jeder Lüge mit Rat und Tat zu Seite und findet in Düsenantriebgsgeschwindigkeit eine passende Lösung :-).

...Sorry, dass ich nicht wirklich weiterhelfen kann.

(Antworten)
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