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Freitag, 9. Juli 2010
Heiß, heißer, Aseag
Der heißeste Bus fuhr an diesem Freitag von Baesweiler nach Aachen. Eine Leserin rief an. Als erhitzte Zeitzeugin.
Heiß ist es ohnehin. Aber die Fahrgäste eines Aseag-Busses auf der Strecke von Baesweiler nach Aachen sind heute so richtig ins Schwitzen geraten. Ins außerordentliche. "Geschätzte 50 Grad", teilte gerade eine Mit-Fahrerin per Mobiltelefon mit. Überraschend. Sie war trotz des absoluten Hitzerekords in der Region Aachen noch guter Laune. Die Ursache für die höchsten Temperaturen auf der nördlichen Halbkugel: In dem Bus führte die Heizung ein Eigenleben, war nicht abzustellen und donnerte nach Kräften zusätzliche Wärme in den ohnehin schon natürlich gut geheizten Innenraum des Busses. Dem Busfahrer und allen seinen Gästen verleihen wir den Hitze-Orden des Tages. Mehr konnten und können wir nicht tun.
Hitzig sind manchmal auch Reaktionen auf den einen oder anderen Beitrag in unserer Zeitung. Es ist manchmal wie beim Fußball: Nicht jeden Tag ist Hochform abrufbar. Mag sein, das es wirklich so ist. Dann gefällt dem einen oder anderen ein Kommentar, eine Glosse, eine Überschrift nicht. Das ist völlig okay. Ganz selten kommt es leider zu massiven Beschimpfungen unserer Redakteurinnen und Redakteure. Manchmal geradezu geschmacklos. In dieser Woche vermutete ein Leser, ich hätte wohl zu viele BSE-verseuchte Beefsteaks gegessen. Ich finde es schade, wenn Kritik so persönlich und verunglimpfend wird. Man kann sich doch auch sachlich auseinandersetzen. Das ist sozusagen mein - von dem Leser unerhörter - Wunsch der Woche. Und dass ich nicht noch mal einen nächtlichen Alptraum habe und von einer Endspiel-Niederlage gegen die Niederlande phantasiere. Erstens haben uns die Spanier souverän vor dieser Möglichkeit bewahrt und zweitens wäre das wirklich irgendwie - egal, es ist ja ohnehin erledigt. Die Wirklichkeit kann eine ganz andere sein: ein spannendes und - aus unserer Sicht - auch irgendwie entspannendes Finale. Viel Spaß!
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14.07.2010 14:13 Uhr
Mio
kommentiert
Zum ersten Teil:
Schlimm sind nicht nur die Busse und die darin herrschenden Temperaturen. Es sind die Fahrgäste, die leider teilweise mangelnde Hygiene an den Tag legen. Trotz massiver Rudelbildung am anderen Ende des Stehbereiches werden Achselhöhlen in die Luft gereckt um Schweißflecken in der jetzigen Größe des Aralssees zur Schau zu stellen. Ein wenig Deodorant oder eine eventuelle zweite Dusche, gegebenenfalls auch in einem der umliegenden Seen oder Freibäder, könnte das Zusammenleben vereinfachen, damit man sich wieder riechen kann.
Zum zweiten Teil:
Beleidigungen und Beschimpfungen sind meist Ausdruck einer eigenen Unfähigkeit zur Diskussion. Da wird lieber gepöbelt und wenn es nicht reicht zur Faust gegriffen. Auch dies erlebe ich täglich in ASEAG Bussen. Musik zu laut, freundlich gefragt ob es leiser gestellt wird, direkt ein Schimpfwort. Hierbei sollte nicht nur Kritik an den Medien oder Schulen und Kindergärten (die meiner Meinung nach am Wenigsten dafür können) geübt werden, sondern an die Eltern appeliert werden, die bei der Erziehung klare defizite Aufweisen. Auf eine schöne Woche
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 Bernd Mathieu Chefredakteur von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten

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