Stadtmeisterschaft: Rhenania sichert sich Platz drei
Aachen. Für die einen ist es das Spiel um die goldene Ananas, für die anderen eine gute Möglichkeit, sich mit einem Erfolgserlebnis aus dem Turnier zu verabschieden. Das Spiel um den dritten Platz sieht längst nicht jeder als bedeutungsvoll an - anders hingegen die Mannschaften von Rhenania Richterich und Yurdumspor Aachen.
6000 Euro Schaden mit zwei Promille
Aachen. 6000 Euro Schaden hat ein Autofahrer verursacht, der zu tief ins Glas geschaut hatte. Der alkoholisierte Mann verlor auf der Reinhardstraße die Kontrolle über seinen Pkw.
Der Kampf ums Paradies und sein versöhnliches Ende
Aachen. Hubert Coonen hat das Paradies gefunden. Und er hat wohl selbst nicht so recht geglaubt, dass er es noch einmal finden würde. Denn eigentlich fühlte sich Hubert Coonen schon einmal wie im Paradies - und er wurde aus ihm vertrieben. Wie auch die anderen Kleingärtner der Anlage «Groß Tivoli», deren Vorsitzender Hubert Coonen ist und die vor wenigen Jahren dem neuen Tivoli weichen mussten.
Stiche auf Kioskbesitzer als Mordversuch angeklagt
Aachen. Er sollte früh aus der Kölner JVA kommen. Als der Angeklagte dann mit einiger Verspätung in den Gerichtssaal geführt wurde, huschte ein leichtes Lächeln über sein Gesicht.
Jugendämter greifen immer öfter ein
Aachen. Die Zahl der Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen ist im ehemaligen Kreisgebiet im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr sprunghaft gestiegen - um 34,3 Prozent. Landesweit betrug der Anstieg «nur» 6,3 Prozent.
Rodungsarbeiten auf dem Campus
Aachen. Anfang August beginnen nach Angaben des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW (BLB) weitere Maßnahmen zur Erschließung des neuen RWTH Campus Melaten.
Fast 3000 Studenten demonstrieren für bessere Bildung
Von Oliver Schmetz | 17.11.2009, 18:10
Aachen. Der junge Mann, der da mit dem Mikro in der Hand auf dem Autodach sitzt, schaut nach hinten und kann gar nicht richtig fassen, was er da sieht. «Sensationell», sagt er nur, und meint den langen Zug aus Menschen, der dem Wagen folgt. Und dieser ist in der Tat imposant.
Seit die Demo am Theater losgezogen ist, ist sie stetig angewachsen - und die Polizei korrigiert laufend ihre Schätzungen: 1000 Teilnehmer sind es zuerst, dann 2500, am Ende ist von fast 3000 «in Spitzenzeiten» die Rede. «Einfach sensationell», sagt der junge Mann mit dem Mikro noch einmal.
Da staunen selbst Optimisten
Der Bildungsstreik der Aachener Schüler und Studenten ist eine der größten Demos, die die Stadt in den vergangenen Jahren gesehen hat. Und diese Resonanz erstaunt auch die größten Optimisten unter den Organisatoren des Protests. Dazu muss man wissen, dass diese in den Tagen zuvor gerade einmal mit einigen Dutzend Leuten einen RWTH-Hörsaal besetzt hatten. Und man muss wissen, dass die letzte Bildungsstreik-Demo im Juni 800 Menschen angelockt hat. 1000 hatten sie diesmal angemeldet, von 2000 vielleicht geträumt, und jetzt das.
Dabei hatte man auf zwei Teilnehmer ganz bewusst verzichtet. Als mutmaßliche Neonazis waren diese in der Menge am Startpunkt Theaterplatz von den Veranstaltern identifiziert worden - und wurden von der Polizei ohne viel Aufhebens aussortiert und auf den Heimweg geschickt. Es bleibt der einzige Moment der Demo, an dem sich bei einigen der Pulsschlag leicht beschleunigt. «Keine besonderen Vorkommnisse», vermeldet die Polizei später, «alles ganz friedlich.»
Friedlich ja, aber nicht leise. Mit Mikros, Megaphonen und Lautsprechern, mit Trillerpfeifen, Transparenten und Sprechchören ziehen die Demonstranten gegen die «Bildungsmisere» ins Feld. «Reiche Eltern für alle», fordert ein Plakat angesichts der Studiengebühren, «Lernst Du noch oder zahlst Du schon?», fragt ein anderes. Und der in Großbuchstaben aufgemalte Berufswunsch gibt bissig wieder, was mancher Schüler oder Student im heutigen Bildungssystem empfindet: «Wenn ich groß bin, werde ich Humankapital.»
Zwischenstops an Schulen
Am St.-Leonhard-Gymnasium und am Kaiser-Karls-Gymnasium legt der Demozug Zwischenstopps ein. «Schließt euch an», schallt es zu den Fenstern hoch. Die Resonanz ist überschaubar - und am KKG unmissverständlich. Einer der Arbeiter an der dortigen Baustelle fühlt sich offenbar angesprochen und zeigt den Demonstranten einen Vogel.
Freundlicher ist der Empfang am RWTH-Hauptgebäude. Dort steht zwar die Hochschulwache vor dem Eingang, aber auch der Kanzler. «Rein zufällig» sei er gerade durch die Tür gekommen, sagt Manfred Nettekoven, zeigt Verständnis für die Sorgen der Studierenden und spricht mit ihnen. Den Abschluss findet das Ganze am Münsterplatz. Der junge Mann vom Autodach steht jetzt mit seinem Mikro auf einer Bühne, aber das, was er da vor sich sieht, kann er immer noch nicht so richtig fassen: «Sensationell», sagt er.
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Bildergalerie: Studenten protestieren für bessere Bildung |
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