Dank Malte Mohr hat auch Aachen jetzt «'ne Höhe»
Aachen. «Endlich habt ihr auch 'ne Höhe!» Ein eher banaler Satz, der aber ein Dauerlächeln in das Gesicht von Michael Leers zauberte. «Endlich habt ihr auch 'ne Höhe!» 5,72 Meter, dreimal 5,70 Meter und letztes Jahr die 5,75 Meter von Björn Otto, die Siegerhöhen bei den NetAachen Domspringen konnten sich auch in den letzten Jahren sehen lassen.
FH bekommt einen «Cube» für zehn Millionen Euro
Aachen. Den heutigen Verwaltungsbau der Fachhochschule hat deren Rektor Marcus Baumann jüngst als «olles Wohnhaus» bezeichnet. Nicht gerade passend für eine aufstrebende Hightech-Hochschule mit fast 10.000 Studierenden.
Tiefe Enttäuschung über Schul-Pläne
Aachen. Am Tag eins nach der großen schwarz-rot-grünen Pressekonferenz zur Zukunft der Aachener Schullandschaft herrscht mancherorts tiefe Enttäuschung.
Buttersäureanschlag auf Aachener Hotel
Aachen. Der Gestank von Buttersäure ist ebenso markant wie penetrant. Denn Buttersäure macht wesentlich den Gestank von ranziger Butter oder auch Erbrochenem aus. Genau so roch es Donnerstagmorgen im Eingangsbereich eines Hotels an der Friedlandstraße.
Neonazi verhaftet: Demo in Dortmund verboten
Aachen/Dortmund. Der Dortmunder Polizeipräsident Hans Schulze hat eine für Samstag angekündigte Neonazi-Demonstration verboten.
Nach Sündenfall: Römisches Badebecken in Schaufenster
Aachen. Neun Jahre nach einem archäologischen Sündenfall mit einem römischen Badebecken erfolgt in Aachen jetzt der Versuch einer Wiedergutmachung: Ein Buchhändler zeigt ein knapp 20 Tonnen schweres Teilstück des Beckens im Schaufenster seines Geschäfts.
«Twittern»: Weltrevolution oder laues Lüftchen?
Von Robert Flader | 18.11.2009, 22:56
Aachen. Auch wenn vieles noch nicht abschließend einschätzbar ist: Zumindest die Bedienung ist ein echtes Kinderspiel.
Via «Twitter» (deutsch: «Zwitscher») kann man wirklich alles mitteilen. «Wichtiges oder Unwichtiges, das ist egal», sagt Frank Szymkowiak, Leiter der Medienforschung vom Kölner Rheingold-Institut, bei einem Vortrag vor rund 100 Mitgliedern des Marketing-Clubs Aachen. «Twitter dient vielen als Möglichkeit, um soziale Kontakte aufzubauen.»
Deutschlandweit gibt es rund 250.000 Twitterer, «die mindestens 100 sogenannte «Follower» haben, also Menschen, denen sie ihre Neuigkeiten mitteilen», wie Szymkowiak erklärt. Dabei seien von der Hausfrau, über den Studenten, den Azubi oder den Konzernchef «wirklich alle Schichten und auch Altersklassen vertreten.»
Internationale Popularität erlangte «Twitter» im vergangenen Jahr, als sich etwa der damalige US-Präsidentschafskandidat Barack Obama mit Kurzbotschaften über das Internet seine potentiellen Wähler wissen ließ, wo er gerade auf Wahlkampftour war. «Der Vorteil ist, dass man in Echtzeit weiß, was der andere gerade macht - und umgekehrt.»
Twitter sind sehr schnell
Viele Meldungen über Ereignisse, wie die Airbus-Notlandung Anfang des Jahres auf dem New Yorker Hudson River oder der Amok-Lauf von Winnenden seien zuerst via «Twitter» erschienen, sagt Szymkowiak. Vorbei an den klassischen Medienkanälen verlaufe die Nachrichtenverteilung über die neue Kommunikationsform. «Da macht schnell das Wort vom Bürgerjournalismus die Runde.» Gerade diese «unbewusste Verheißung», «das Beteiligtsein am Weltgeschehen», wie Szymkowiak das Phänomen beschreibt, sei ein wesentlicher Grund für die steigende «Twitter»-Begeisterung.
Doch wie stehen die «Twitter»-Chancen im Marketing-Bereich? «Das ist nicht einfach vorauszusagen», sagt Szymkowiak. «Diese Kommunikationsmöglichkeit ist im Gegensatz zu anderen Web 2.0-Plattformen wie Facebook oder Blogs im Endeffekt doch zu beliebig», glaubt er, dass «Twitter» in Punkto Werbung keine Chance hat.
«Man kann nur mit Substanz, zum Beispiel mit einer Videobotschaft, jemanden von etwas überzeugen oder auch angreifen.» Und das gehe nicht mit den maximal nur 140 Zeichen, die dem Benutzer bei «Twitter» zur Verfügung stünden. «Aber noch ist dieses Produkt zu neu, um die langfristigen Marketing-Chancen richtig voraussagen zu können», so Szymkowiak.
Gerade mit prominenten «Twitterern» für Produkte oder Marken zu werben, sei äußerst schwierig. «Dafür hat man einfach zu wenig Platz.» Langfristig müsse sich erst noch herausstellen, ob das «Zwitschern» eine kommunikative Weltrevolution sei oder eben doch nur ein kurzes, laues Lüftchen.
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