Lokales / Aachen

Betreuungslücke wird ganz sicher geschlossen

Von Thorsten Karbach | 09.03.2010, 17:00

Aachen. Natürlich wird es eine Lösung geben. Das sagt Elke Münich und die Leiterin des städtischen Fachbereichs Kinder, Jugend, Schule meint die Wochen zwischen Ende des Kindergartenjahres und Schulstart.

Denn weil die Schule erst am 30. August beginnt, das offizielle Schuljahr aber schon zum 1. August und damit das Kindergartenjahr nach Kibiz zu diesem Termin endet, Sorgen sich nicht nur in Aachen Eltern um die Betreuung ihrer Kinder in dieser Zeit.

1900 Kinder werden zum neuen Schuljahr eine erste Klasse in Aachen besuchen. Bei ihnen stellte sich die Frage, nach der Betreuung zwischen dem 1. und 30. August. Denn die ist gesetzlich so nicht geregelt. Jedenfalls gibt es keine Aussage darüber, wie eine solche Betreuung aussehen mag.

Kinder- und Jugendminister Armin Laschet betonte nur, dass «Eltern einen Rechtsanspruch auf eine Kinderbetreuung bis zum ersten Schultag haben». Der Aachener Landesminister verweist darauf, dass der Rechtsanspruch nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz in NRW ab dem vollendeten dritten Lebensjahr und bis zum Schuleintritt gilt. «Und der ist am ersten Schultag und nicht mit Beginn des Jahres», sagt er.

Wie genau die Kinder in Aachen versorgt werden, ist noch offen. Schon im letzten Jahr hatte es das Problem gegeben - und individuelle Lösungen waren gefunden worden. Da ging es aber «nur» um zwei Wochen. 2011 wird die Betreuungslücke sogar noch länger. Erst im September ist dann der erste Schultag terminiert.

Laschet verweist unabhängig von der Terminsituation darauf, dass das Land für jedes Kind die Betreuungspauschalen für zwölf Monate zahle und auch nichts zurück verlange, wenn die Schule vor dem 1. August beginne. Die Jugendämter hätten also auch finanziellen Spielraum bei der Organisation.

So wird im Fachbereich Kinder, Jugend, Schule wieder überlegt, wie Kinder in den letzten Ferienwochen versorgt werden können. «Wir arbeiten an einer Lösung», sagt Elke Münich. Im April, spätestens im Mai wird die Planung dem Kinder- und Jugendausschuss sowie dem Schulausschuss vorgestellt.

Fakt ist, dass die Betreuung anders organisiert werden muss, als die «normale» Kindergartenbetreuung, da viele Einrichtungen schlichtweg Ferien machen. Möglich ist die Versorgung über eine Offenen Ganztagsschule, vor allem in den Fällen wo Kinder mit der Einschulung auch für eine OGS angemeldet wurden. Eine andere Möglichkeit sind die Ferienspiele. «Wir haben in Aachen immer Lösungen gefunden und finden auch in diesem Jahr welche», verspricht Münich.



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