Dank Malte Mohr hat auch Aachen jetzt «'ne Höhe»
Aachen. «Endlich habt ihr auch 'ne Höhe!» Ein eher banaler Satz, der aber ein Dauerlächeln in das Gesicht von Michael Leers zauberte. «Endlich habt ihr auch 'ne Höhe!» 5,72 Meter, dreimal 5,70 Meter und letztes Jahr die 5,75 Meter von Björn Otto, die Siegerhöhen bei den NetAachen Domspringen konnten sich auch in den letzten Jahren sehen lassen.
FH bekommt einen «Cube» für zehn Millionen Euro
Aachen. Den heutigen Verwaltungsbau der Fachhochschule hat deren Rektor Marcus Baumann jüngst als «olles Wohnhaus» bezeichnet. Nicht gerade passend für eine aufstrebende Hightech-Hochschule mit fast 10.000 Studierenden.
Tiefe Enttäuschung über Schul-Pläne
Aachen. Am Tag eins nach der großen schwarz-rot-grünen Pressekonferenz zur Zukunft der Aachener Schullandschaft herrscht mancherorts tiefe Enttäuschung.
Buttersäureanschlag auf Aachener Hotel
Aachen. Der Gestank von Buttersäure ist ebenso markant wie penetrant. Denn Buttersäure macht wesentlich den Gestank von ranziger Butter oder auch Erbrochenem aus. Genau so roch es Donnerstagmorgen im Eingangsbereich eines Hotels an der Friedlandstraße.
Neonazi verhaftet: Demo in Dortmund verboten
Aachen/Dortmund. Der Dortmunder Polizeipräsident Hans Schulze hat eine für Samstag angekündigte Neonazi-Demonstration verboten.
Nach Sündenfall: Römisches Badebecken in Schaufenster
Aachen. Neun Jahre nach einem archäologischen Sündenfall mit einem römischen Badebecken erfolgt in Aachen jetzt der Versuch einer Wiedergutmachung: Ein Buchhändler zeigt ein knapp 20 Tonnen schweres Teilstück des Beckens im Schaufenster seines Geschäfts.
Für Kinder der letzte Ausweg, wenn es in den Familien kracht
Von Rauke-Xenia Bornefeld | 01.07.2010, 18:08
Aachen. Vater trinkt. Mutter verkriecht sich hinterm Fernseher. Die Kinder versuchen, den Alltag so gut es geht aufrecht zu halten. Alle Unterstützung von außen hat nicht geholfen. Die Behörden beschließen, die Kinder aus der Familie zu nehmen.
Ganz verwunderlich ist das nicht. Pflegefamilien müssen zunächst einmal vieles mitbringen: Sie müssen in einer intakten Paar- oder Familienstruktur leben und auch über ein soziales Netzwerk von Freunden, Verwandten und Nachbarn verfügen, sie müssen belastbar und flexibel sein, sie müssen Menschen - auch kontrollierende - von außen zulassen, sie müssen ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen und gleichzeitig in der Integrationsphase, die bis zu zwei Jahre dauern kann, auf Betreuung durch Dritte möglicherweise verzichten.
Und sie müssen Immenses leisten: Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen, Suchtproblemen oder von Eltern, die Erziehung nicht leisten können, bringen eine schwierige Vergangenheit mit - auch wenn sie nur kurz gedauert hat. Sie konnten sich auf ihre wichtigsten Bezugspersonen - ihre Eltern - nicht verlassen. Da zu anderen Erwachsenen Vertrauen zu fassen, erfordert nicht nur Zeit.
Gleichzeitig bleiben die leiblichen Eltern vorhanden, behalten häufig sogar das Sorgerecht und sollen und wollen regelmäßigen Kontakt zu ihren Kindern halten - «für viele Pflegeeltern ist das wohl die schwierigste Aufgabe», weiß Ursula Braun-Kurzmann, Geschäftsführerin des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), der sich die Aufgabe des Pflegekinderdienstes mit der Stadt seit über 20 Jahren teilt. «Doch das ist wichtig, weil sie einen Teil des Kindes ablehnen, wenn sie die Herkunftsfamilie ablehnen», erklärt Schiffler.
Doch Pflegeeltern werden nicht nur beansprucht, sie bekommen auch viel zurück. «Es gibt Pflegeeltern, bei denen wir noch ein zweites, manchmal sogar ein drittes Kind unterbringen können. Durch unsere Unterstützung fühlen sie sich für diese Aufgabe gut gewappnet», sagt Marion Scheins vom Pflegedienst des SkF.
Der nächste Info-Abend für Interessierte an der Aufgabe von Pflegeeltern ist am Montag, 5. Juli um 19.30 Uhr im Verwaltungsgebäude Mozartstraße 2-10.
Die Pflegekinderdienste suchen auch vermehrt muslimische Familien, die sich dieser Aufgabe stellen. Gleichgeschlechtliche Paare sind ebenso willkommen. Aktuell werden in Aachen 226 Kinder in 189 Pflegefamilien betreut. 1999 waren es noch 110. Akut wird eine Unterbringung für drei Kinder gesucht.
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