Sperrungen im Autobahnkreuz Aachen
Aachen. Wegen Kanalarbeiten wird an diesem Wochenende von Freitag, 20 Uhr, bis Sonntag gegen 12 Uhr die Rampe von der A4 aus Köln in Richtung der A44 Düsseldorf (Nord-Ost-Rampe) gesperrt. Die Umleitung erfolgt im Kreuz selbst und ist mit einen roten Punkt gekennzeichnet.
Dank Malte Mohr hat auch Aachen jetzt «'ne Höhe»
Aachen. «Endlich habt ihr auch 'ne Höhe!» Ein eher banaler Satz, der aber ein Dauerlächeln in das Gesicht von Michael Leers zauberte. «Endlich habt ihr auch 'ne Höhe!» 5,72 Meter, dreimal 5,70 Meter und letztes Jahr die 5,75 Meter von Björn Otto, die Siegerhöhen bei den NetAachen Domspringen konnten sich auch in den letzten Jahren sehen lassen.
FH bekommt einen «Cube» für zehn Millionen Euro
Aachen. Den heutigen Verwaltungsbau der Fachhochschule hat deren Rektor Marcus Baumann jüngst als «olles Wohnhaus» bezeichnet. Nicht gerade passend für eine aufstrebende Hightech-Hochschule mit fast 10.000 Studierenden.
Tiefe Enttäuschung über Schul-Pläne
Aachen. Am Tag eins nach der großen schwarz-rot-grünen Pressekonferenz zur Zukunft der Aachener Schullandschaft herrscht mancherorts tiefe Enttäuschung.
Buttersäureanschlag auf Aachener Hotel
Aachen. Der Gestank von Buttersäure ist ebenso markant wie penetrant. Denn Buttersäure macht wesentlich den Gestank von ranziger Butter oder auch Erbrochenem aus. Genau so roch es Donnerstagmorgen im Eingangsbereich eines Hotels an der Friedlandstraße.
Neonazi verhaftet: Demo in Dortmund verboten
Aachen/Dortmund. Der Dortmunder Polizeipräsident Hans Schulze hat eine für Samstag angekündigte Neonazi-Demonstration verboten.
«Stimme Tibets» voller Exotik und Spiritualität
Von Lucy Breucha | 15.07.2010, 17:04
Aachen. Die intensive Stimme der kleinen, zierlichen Frau erfüllt die Kirche. Konzentriert und völlig ruhig lässt sie die Töne aus sich heraus strömen. Ihr Mund ist beinahe geschlossen, die Lippen bewegen sich kaum.
Yungchen Lhamo singt meistens à capella. Ihre Lieder im traditionellen tibetanischen Stil handeln von ihrer Heimat, von Liebe, Familie und Weltkatastrophen wie dem 11. September. «Menschen benutzen die Religion, um andere Menschen zu töten. Das ist sehr traurig», sagt Lhamo. Die Künstlerin, die selbst sehr religiös ist, findet inneren Frieden in Gebeten und Meditation. Die heutige Gesellschaft mit ihrer Maxime «höher, weiter, schneller» kann Lhamo nicht verstehen. «Wir nehmen uns so wenig Zeit hinzusehen. Wo führt diese Schnelllebigkeit hin?», fragt sie.
Yungchen Lhamo hat eine bewegte Vergangenheit. 1989 flieht sie zu Fuß aus einem Arbeitercamp im chinesisch besetzten Tibet, wo sie seit ihrem fünften Lebensjahr in einer Teppichweberei arbeitet. Nach ihrer schwierigen Reise durch das Himalaya-Gebirge kommt Lhamo in Indien an. Dort hat sie die Gelegenheit, den Dalai Lama zu treffen und für ihn zu singen. «Ich hatte viel Glück», erinnert sich Lhamo. Es ist auch der Dalai Lama, der die junge Künstlerin damals ermutigt, ihr Talent in die westliche Welt zu tragen.
Lhamo sieht sich dennoch nicht als Sängerin. «Ich wurde mit dieser Stimme beschenkt», sagt sie. Ihr «Geschenk» hat Lhamo zu internationaler Bekanntheit verholfen. Ihr erstes Album «Tibetan Prayer» wird 1995 als bestes Weltmusik-Album ausgezeichnet.
Im Jahre 1997 gewinnt die Künstlerin mit dem Album «Tibet, Tibet», das sie unter dem Real World-Label von Weltstar Peter Gabriel aufnimmt, einen Grammy. «Solche Künstler hat man nicht alle Tage da», sagt Susanne Güntner vom Kulturbetrieb der Stadt Aachen. Sie und der Leiter des Festivals, Rick Takvorian, fühlen sich sehr geehrt über den Besuch.
Lhamo lebt heute in New York. «Aber ich reise ohnehin meistens in der Welt umher», sagt sie. Am liebsten würde die Künstlerin wieder einmal ihr Heimatland besuchen. Seit fast zwei Jahrzehnten ist sie nicht mehr dort gewesen. «Es kommt mir vor wie 100 Jahre», sagt Lhamo.
Das Konzert findet statt am Freitag, 16.7., um 20 Uhr 30 in St. Paul, Jakobstraße/Ecke Trichtergasse. Karten kosten im Vorverkauf 16 Euro, an der Abendkasse 18 Euro (ermäßigt 13/15 Euro). Zwei weitere hochkarätige Gastspiele sind im Rahmen von «across the borders» am Wochenende zu erleben. Morgen, 20.30 Uhr, präsentiert das «TheatronToKosmo» eine multimediale Live-Performance. Soul und Weltmusik mit dem US-Ensemble «Epiphany Project» gibt es am Sonntag, ebenfalls 20.30 Uhr.
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