Sperrungen im Autobahnkreuz Aachen
Aachen. Wegen Kanalarbeiten wird an diesem Wochenende von Freitag, 20 Uhr, bis Sonntag gegen 12 Uhr die Rampe von der A4 aus Köln in Richtung der A44 Düsseldorf (Nord-Ost-Rampe) gesperrt. Die Umleitung erfolgt im Kreuz selbst und ist mit einen roten Punkt gekennzeichnet.
Dank Malte Mohr hat auch Aachen jetzt «'ne Höhe»
Aachen. «Endlich habt ihr auch 'ne Höhe!» Ein eher banaler Satz, der aber ein Dauerlächeln in das Gesicht von Michael Leers zauberte. «Endlich habt ihr auch 'ne Höhe!» 5,72 Meter, dreimal 5,70 Meter und letztes Jahr die 5,75 Meter von Björn Otto, die Siegerhöhen bei den NetAachen Domspringen konnten sich auch in den letzten Jahren sehen lassen.
FH bekommt einen «Cube» für zehn Millionen Euro
Aachen. Den heutigen Verwaltungsbau der Fachhochschule hat deren Rektor Marcus Baumann jüngst als «olles Wohnhaus» bezeichnet. Nicht gerade passend für eine aufstrebende Hightech-Hochschule mit fast 10.000 Studierenden.
Tiefe Enttäuschung über Schul-Pläne
Aachen. Am Tag eins nach der großen schwarz-rot-grünen Pressekonferenz zur Zukunft der Aachener Schullandschaft herrscht mancherorts tiefe Enttäuschung.
Buttersäureanschlag auf Aachener Hotel
Aachen. Der Gestank von Buttersäure ist ebenso markant wie penetrant. Denn Buttersäure macht wesentlich den Gestank von ranziger Butter oder auch Erbrochenem aus. Genau so roch es Donnerstagmorgen im Eingangsbereich eines Hotels an der Friedlandstraße.
Neonazi verhaftet: Demo in Dortmund verboten
Aachen/Dortmund. Der Dortmunder Polizeipräsident Hans Schulze hat eine für Samstag angekündigte Neonazi-Demonstration verboten.
Öcher Freibeuter auf Millionen Stimmzetteln
Von Robert Esser | 04.06.2009, 19:02
Aachen. Nur einem einzigen Mann aus Aachen ist der Sprung auf die bundesweit knapp 65 Millionen Stimmzettel zur Europawahl am kommenden Sonntag, 7. Juni, gelungen: Der Kandidat heißt Richard Klees, ist 25 Jahre alt und studiert an der RWTH Aachen Physik.
«Unser Parteiname hört sich vielleicht etwas flapsig an, aber wir sehen unsere politische Arbeit als absolut seriös an», betont Klees im Gespräch mit unserer Zeitung. «Wir sind sicher nicht mit Paradiesvögeln wie der Partei «die Violetten für spirituelle Politik» zu vergleichen, die im Europaparlament erstmal ihre Tarot-Karten befragen wollen.»
Die Piratenpartei widmet sich seit 2006 - vereinfacht formuliert - vor allem der Abschaffung des «Copyrights». Nach dem Motto «Information für alle» will man Urheberrechte völlig neu organisieren, «geistiges Eigentum» im Grunde abschaffen.
Das heißt beispielsweise: Übers Internet soll man nach dem Willen der Piraten künftig völlig unbehelligt Filme, Fotos, Musik und Texte herunterladen dürfen - ganz unberührt von den Rechten der jeweiligen Filmemacher, Fotografen, Autoren, Komponisten und Künstler.
Dass dies tatsächlich so kommt, ist jedoch denkbar unwahrscheinlich. Der angehende Physiker Klees macht folgende Rechnung auf: «Bei gut 60 Millionen Wahlberechtigten und einer angenommenen Wahlbeteiligung von 30 Prozent bräuchte unsere Piratenpartei fünf bis sechs Prozent der Stimmen, damit ich vom Listenplatz 7 auf einen der 99 deutschen Sitze im Europaparlament rutschen kann.»
Und dies entspreche immerhin rund einer Million Wählern, die ihr Kreuzchen neben der Piratenpartei als 29. von 31 Alternativen auf dem Stimmzettel machen müssten.
600 Euro Wahlkampfbudget
Zuletzt erreichten die Piraten bei der Hessenwahl gerade mal 0,5 Prozent der Stimmen. «Bei den nächsten Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen wollen wir unser Ergebnis natürlich steigern», sagt Klees.
Um etwas mehr Aufmerksamkeit auf die Piratenpartei zu lenken, haben Klees und ein Dutzend Aachener Mitstreiter jetzt einige Plakate in der Pontstraße aufgehängt, außerdem Flyer und CDs verteilt.
Allerdings ist das Wahlkampfbudget begrenzt: «Uns stehen nur 600 Euro für unseren kompletten Wahlkampf zur Verfügung.» Dies zumindest könnte sich zur nächsten Europawahl ändern, weil jeder Partei, die mehr als 0,5 Prozent der Stimmen erringt, pro Kreuzchen 85 Cent Wahlkampfkostenerstattung zustehen.
Die einzige Frau aus Aachen, die sich auf einem der jeweils ersten zehn Listenplätze findet, die auf dem Europawahlzettel namentlich aufgeführt sind, ist CDU-Kandidatin Sabine Verheyen.
Die Hausfrau und Bürgermeisterin dürfte Richard Klees aber kaum als lokale Konkurrenz wahrnehmen - was sicher nicht nur an den deutlich größeren Plakaten liegt. Übrigens: Getroffen haben sich der einzige Mann und die einzige Frau aus Aachen, die auf dem Stimmzettel stehen, noch nie.
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