Stawag, EWV und Stadtwerke Jülich erhöhen Gaspreise
Aachen/Stolberg/Jülich. Mit Stawag, EWV und den Stadtwerken Jülich erhöhen die mehrere große Gasversorger der Aachener Region zum 1. April ihre Preise. Die Tarife der Stawag steigen um 0,6 Cent pro Kilowattstunde, die Grundpreise bleiben unverändert.
Festnahme abgewendet, aber zu früh gefreut
Aachen. Ein 24-jähriger Mann aus Viersen ist am Montagnachmittag von Beamten der Bundespolizei im Aachener Hauptbahnhof überprüft worden. Laut Polizeibericht war er vom Amtsgericht Heinsberg zur Festnahme ausgeschrieben.
Sprayer auf frischer Tat ertappt
Aachen. Zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren sind auf frischer Tat festgenommen worden, als sie in den frühen Morgenstunden die Betonwände in der Fußgängerunterführung am Aachener Hauptbahnhof besprühten.
Aachener Feuerwehr: Brandeinsätze sinken, Belastung steigt
Aachen. Nur bei jedem 25. Einsatz bekämpft die Aachener Feuerwehr einen Brand - statistisch aber immerhin vier Mal pro Tag. 2009 waren dies knapp 1500 Löscheinsätze. Der Anteil am Gesamteinsatzaufkommen ist 2009 auf unter vier Prozent gesunken. Trotzdem sind die Belastungen noch einmal erheblich gestiegen. 37.183 Einsätze weist die jüngste Statistik aus - Hunderte mehr als 2008.
AKV: Senat und Ehrenpräsident für Neuauflage der Straßensitzung
Aachen. Die Diskussionen um die Festsitzung und die AKV-Absage der Straßensitzung am vergangenen Samstag lassen nicht nach. Während am Sonntag ein Krisengespräch des Elferrates ohne Ergebnisverkündung abgehalten wurde, bebt es in den Strukturen des Vereins.
Bürgerforum: Mit der Politik an einem Tisch sitzen
Aachen. Gespannt und guter Dinge sind sie alle drei: SPD-Chef Karl Schultheis spricht von einer «ehrgeizigen Geschichte», Ulla Griepentrog (Grüne) von einem «ganz neuen Modell» und Dr. Ralf Otten (CDU) freut sich auf die «Herausforderung».
Mädchen spielerisch an die Informatik heranführen
Von Hanna Sturm | 12.06.2009, 13:15
Aachen. Leise surrend fahren die Roboter bis an die weiße Linie, drehen sich ein paar Mal um die eigene Achse, bleiben stehen, piepsen ein paar Töne und rollen wieder los.
Seit Anfang des Jahres bieten die Mitarbeiter von Professor Dr. Ulrik Schroeder kostenlose Roboter-Workshops für Mädchen an. «Mädchen sind in Bezug auf Informatik immer noch relativ zurückhaltend, obwohl sie meist über die gleichen Fähigkeiten verfügen wie Jungen», erklärt Projektleiterin Dr. Hiltrud Westram, die gemeinsam mit Jutta Krusenbaum den zweitägigen Workshop am St. Leonhard Gymnasium leitete.
Zunächst mussten die Mädchen ihre Roboter zusammenbauen, was nach dem bekannten Lego-Prinzip funktioniert. Dann programmierten sie die ersten einfachen Fahrprozesse, zum Beispiel geradeaus vorwärts oder rückwärts fahren. Später mussten komplexere Aufgaben - wie das Fahren im Quadrat - gelöst werden, wobei bestimmte Befehle miteinander kombiniert werden mussten. Mit Hilfe der professionellen Programmiersprache NXC, mit der etwa auch Fertigungsroboter in der Automobilindustrie funktionieren, bestimmen die Mädchen am Computer welche Bewegungen ihr Roboter machen soll.
Die Befehle werden dann per Bluetooth übertragen - falls es keine Fehlermeldung gibt. «Es ist schon schwierig zu programmieren, weil man kein Semikolon und keine Klammer vergessen darf. Aber wenn man sich daran gewöhnt hat, findet man auch die Fehler schneller», beschreibt Maya die Anfangsschwierigkeiten. Gemeinsam mit der gleichaltrigen Cristina hat die Elfjährige ihrem Roboter sogar das Singen beigebracht: Wenn einer der beiden in die Hände klatscht, spielt der Roboter das Lied «Bruder Jakob». Mittels Sensoren reagieren die Roboter nämlich auch auf Geräusche, Berührung und visuelle Reize, wie Farbstreifen auf dem Boden.
Auch wenn nicht jede Programmierung immer von Beginn an funktioniert, hat das gemeinsame Tüfteln und Ausprobieren den Mädchen großen Spaß gemacht. «Uns ist wichtig, dass der spielerische Aspekt und auch die Kommunikation in der Gruppe im Vordergrund stehen», betont Dr. Hiltrud Westram. «Ohne Notendruck und ganz unter sich können die Mädchen ganz entspannt die Technik entdecken.» Auch Cristina und Maya sind froh, dass sie sich ohne Jungen mit den Robotern beschäftigen konnten: «Jungen hätten wahrscheinlich schon einiges gewusst, gleich mit Programmieren angefangen und uns nicht dran gelassen. Nur mit Mädchen ist das schon einfacher.»
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