Ein Kammerkonzert mit Campino und Kollegen
Düren. James steht hinter seinem Tresen und zapft ein kühles Blondes. «Kein Alkohol ist auch keine Lösung», sprudelt es aus ihm heraus, während er die Schaumkrone durch leichtes Schwenken des Glases modelliert. Damit bringt der Wirt des Bistros «Bei James» an der Kölnstraße nicht etwa seine Weltanschauung auf eine kurze Formel, sondern er nennt einfach nur den Titel eines seiner Lieblingslieder.
Mit dem Fassanstich um 11 Uhr im Annazelt geht´s los
Düren. Die Fahrgeschäfte sind startklar, Los- und Spielbuden mit den so begehrten Stofftieren bestückt, die Geschäfte rausgeputzt und die letzten defekten Glühbirnen ausgetauscht: Rund 150 Schausteller stehen in den Startlöchern, haben ihre Vorbereitungen abgeschlossen.
Mehr Phantasie für die Schultüte
Kreis Düren. Der erste Schultag steht vor der Tür. Der neue Schulranzen steht vielleicht schon bereit. Und so manches Kind fiebert dem Morgen des ersten Schultages entgegen, wenn es mit stolz geschwellter Brust die Schultüte in Empfang nehmen und zur Schule tragen darf.
Eschauel: Vier Jahre und 500.000 Euro später...
Schmidt. «Zur Badesaison 2007 soll alles fertig sein», hieß es vor vier Jahren im Nideggener Rathaus. Damals wurden die Pläne für den Umbau des Kiosks am Sonnenstrand Eschauel vorgestellt. Eine Außenterrasse mit Blick auf den Rursee war geplant, und auch die Räumlichkeiten der Gastronomie sollten sich so präsentieren, dass Eschauel für Touristen und Wanderer auch außerhalb der Saison lohnendes Ziel ist. 250.000 Euro standen dafür bereit.
Düren/Inden. Mit Marihuana am Steuer erwischt: Die Polizei hat am Donnerstagabend ein Strafverfahren gegen einen 18 Jahre alten Autofahrer aus Inden eingeleitet.
Oldtimer kämpfen sich über den Kermeter
Nordeifel. Bei der zweiten Auflage der «Eifel-Classic-Rallye» rollen die Fahrer in ihren historischen Automobilen auch durchs Dürener Land. An drei aufeinanderfolgenden Tagen werden rund 180 Fahrzeuge der Baujahre 1920 bis 1990 über Rennstrecken und Landstraßen der Eifel fahren.
Dürens Finanzen: «Letzte Chance, Katastrophe zu verhindern»
Von Christoph Lammertz | 10.03.2010, 15:01
Düren. Die Stadt Düren hat die Segel auf Sparkurs gestellt. Erstmals sind Politik und Verwaltung bei ihren Haushaltsberatungen jetzt ins Detail gegangen.
«Der Doppelhaushalt 2010/2011 ist Dürens letzte Chance, die Katastrophe noch zu verhindern», machte Kämmerer Harald Sievers zu Beginn der Beratungen noch einmal deutlich, wie wichtig eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der desolaten Finanzlage der Stadt ist.
Bis Mai, vielleicht aber auch bis in den Sommer hinein, werden sich Verwaltung und Politik nun intensiv mit Einnahmen und Ausgaben der Stadt befassen. Dass am Ende nicht nur drastische Sparmaßnahmen, sondern auch Steuererhöhungen beschlossen werden müssen, kündigte Sievers bereits an.
Auf ihrem Weg zu einer dauerhaften Verbesserung ihrer Finanzlage könnte die Stadt auch auf modernste Technik setzen. In der Finanzausschusssitzung wurde den Kommunalpolitikern ein «Tablet-PC», ähnlich dem jüngst von Apple vorgestellten «I-Pad» präsentiert, der Papier in der Arbeit des Rates überflüssig machen kann. Ginge es nach Kämmerer Harald Sievers würde schon bald jedes Ratsmitglied ein solches Gerät erhalten, auf dem alle Verwaltungsvorlagen studiert und bearbeitet werden können.
Druck-, Porto- und Personalkosten würden so in erheblichem Umfang eingespart, erklärte Sievers. Die Investition in die Geräte werde sich sehr schnell amortisieren. Den Blicken und manchem süffisanten Lächeln in den Gesichtern der Ausschussmitglieder nach zu urteilen, dürfte dies aber eher noch Zukunftsmusik sein.
Konjunkturpaket lässt die Preise im Handwerk deutlich steigen
Sparen heißt es inzwischen für Düren auch bei den Investitionen aus dem Konjunkturpaket II. 6,4 Millionen Euro waren der Stadt aus Bundesmitteln für den Bereich Bildung zur Verfügung gestellt worden. An 24 Schul- und Kindergartengebäuden sollten dafür energetische Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden.
Doch inzwischen hat sich herausgestellt, dass das Konjukturpaket eine vielleicht nicht erwartete Nebenwirkung hat: Da es die Auftragslage der Handwerksbetriebe angekurbelt hat, steigen die Preise. Im Mittel um zehn, in einzelnen Bereich bis zu 50 Prozent, wie Dürens Gebäudemanager Helmut Harperscheid erklärte.
Würden alle geplanten Maßnahmen umgesetzt, dann würde dies inzwischen nicht 6,4, sondern 7 Millionen Euro kosten. So wird sich der Stadtrat Gedanken darüber machen müssen, worauf verzichtet werden soll. Da sich die Schulen allerdings auf die zugesagten Sanierungen verlassen, müsse überlegt werden, ob jetzt wegfallende Projekte über die normalen Haushalte der nächsten Jahre nachzuholen sind, sagte CDU-Fraktionschef Eßer.
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