Fahrradfahren in Düren: Wie eine Reise ins Abenteuerland?
Düren. Fahrradfahren in Düren: Aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen ist das für die einen eine Reise ins Abenteuerland, für andere ein Hinnehmen der Verhältnisse. Die Grünen wollen aber die Stadt sicherer und attraktiver für Fahrradfahrer machen.
SPD: Friedwald soll Heimbach aus Schuldenfalle führen
Heimbach. Der Rat der Stadt Heimbach hat den Doppelhaushalt einstimmig verabschiedet. Für das von der Verwaltung vorgelegte Zahlenwerk, das in 2010 mit einem Fehlbedarf von 2,56 Millionen und in 2011 mit einem Minus von 2,55 Millionen Euro abschließt, votierten CDU, SPD, UWV und Grüne, die FDP enthielt sich der Stimme.
«Insekten-Hotels» und Korbflechter beim Eifelmarkt
Langerwehe. Das Beste der Region, zur Schau gestellt in einem ansprechenden Rahmen: Das bietet der 23. Eifelmarkt rund ums Töpfereimuseum in Langerwehe, der - traditionell zum «Tag des offenen Denkmals» - in diesem Jahr am 12. September stattfindet.
Der Grundschul-Standort in Bergstein soll erhalten bleiben
Kleinhau. «Wir können die Diskussion nicht jedes Jahr neu beginnen. Das verunsichert die Eltern, das verunsichert die Kinder - und ist auf Dauer fast wie eine Schließung des Grundschulstandorts Bergstein.»
Neue Preistabelle für Führungen durchs Museum
Düren. Für Leopold-Hoesch- und Papiermuseum ist eine neue Entgeltordnung verabschiedet worden. Dabei geht es um Führungen, für die es nun erstmals eine verbindliche Preistabelle gibt.
Merkener Kneipe: Delhougne sieht noch Chancen
Merken. Der Verkauf der Merkener Gaststätte «Zum Sportplatz» an einen Bauunternehmer aus der Region könnte womöglich doch noch zustande kommen.
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers auf Stimmenfang in Düren
Von Jörg Abels und Christoph Lammertz | 15.04.2010, 20:00
Düren. Schilder werden in die Höhe gereckt, aus den Lautsprechern schallt «Don´t stop, thinking about tomorrow»: Doch es ist nicht Bill Clinton, der Fleetwood Mac Klassiker schon bei seiner Wahlkampagne anno 1992 einsetzte, sondern Dr. Jürgen Rüttgers.
Die CDU setzt in diesem Wahlkampf voll und ganz auf ihren Ministerpräsidenten: «Rüttgers stark wählen» lautet eine der Botschaften auf den Schildern der zum Spalier angetretenen Mitglieder der Wahlkampfteams der beiden hiesigen Kandidaten - «Stabil statt Rot-Rot» die andere. Sie zeigt die Stoßrichtung des Wahlkampfes an. «Nordrhein-Westfalen darf nicht zum Versuchsfeld von Rot-Rot werden», rief Rolf Seel den Gästen zu - Applaus brandet auf, geleitet Jürgen Rüttgers zum Rednerpult.
Der Landesvater leitet seinen Wahlkampfauftritt sehr persönlich ein. Schließlich beschleichen ihn im Kreis Düren echte Heimatgefühle. Familiäre Wurzeln hat er im Neffelbachtal, «einem der großen touristischen Zentren der Region», wie er scherzhaft anmerkt. Rüttgers gibt sich verbindlich, grüßt Vettweißer und «Möscheme, falls heute ein paar hier sind». Knapp 300 Zuhörer führt er danach schnell von der Auftaktstimmung «Witzig» zum Part «Nachdenklich». «Viele in der CDU glaubten, es sei alles schon klar, weil unsere Bilanz gut ist und NRW einen Riesenschritt nach vorne gemacht hat. Aber dennoch steht es auf des Messers Schneide, ob wir weitermachen dürfen.» Drei Faktoren seien dafür ausschlaggebend, sagt Rüttgers. Das neue Wahlsystem mit Erst- und Zweitstimme lasse manchen Wähler über Leihstimmen nachdenken, bis zu 40 Prozent der Menschen im Land wüssten laut Umfragen noch nicht, dass am 9. Mai eine Wahl ist, und es deute viel darauf hin, dass die Linken in den Landtag einziehen werden.
An dieser Stelle steht der Wechsel zur Stimmung «Kämpferisch» an. Rüttgers spricht lauter, energischer, gestikuliert mehr. «Wir haben gezeigt, dass wirtschaftliche Vernunft und soziale Gerechtigkeit sich nicht ausschließen, sondern zwei Seiten einer Medaille sind», ruft er den Menschen im Saal zu. Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise habe das Land heute noch 235.000 Arbeitslose weniger als zu seinem Amtsantritt vor fünf Jahren. Rüttgers erinnert an die Einstellung von über 8000 neuen Lehrern, die zu einer Halbierung der Ausfallstunden geführt habe, an den Ausbau von Ganztags- und U3-Plätzen und daran, «dass wir Gottseidank bei unserem Grundsatz geblieben sind: Soziale Marktwirtschaft ist vernünftig».
Diese Erfolge bittet Rüttgers seine Zuhörer «an die Familie, bei der Arbeit oder über den Gartenzaun» weiterzutragen. «Damit unser schönes Nordrhein-Westfalen weiter stabil bleibt», wechselt der Landesvater zur Abschlussstimmung «pathetisch». Das passt dann auch zur gemeinsam gesungenen Nationalhymne, mit der der Wahlkampfauftritt des Ministerpräsidenten nach einer kurzen Dankesrede von Josef Wirtz ausklingt. Allerdings nicht ganz. Denn als Rüttgers nach langem Beifall den Saal in Richtung seines für die Wahlkampftour mit übergroßem Konterfei beklebtem Hightech-Reisebus verlässt, erklingt durch die Lautsprecher wieder Fleetwood-Mac-Evergreen. «Don´t stop, thinking about tomorrow» - höre nicht auf, an morgen zu denken, oder in diesem Fall an den 9. Mai, wenn sich entscheidet, ob Jürgen Rüttgers wie einst Bill Clinton eine zweite Amtszeit bekommt.
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