Der Frust eines Leiharbeiters: «Immer bei null anfangen»
Düren. Wie sich das so anfühlt, wenn der Mensch zum Kostenfaktor wird, erlebt Bernd Rademacher (Name von der Redaktion geändert) gerade am eigenen Leib. Er ist Leiharbeiter. Oder aber auch Zeitarbeiter. Beide Begriffe sind mittlerweile gebräuchlich, allerdings sprechen die Personaldienstleister lieber von Zeitarbeit, weil es ein bisschen hübscher klingt.
Delhougne: Verkauf an NPD vom Tisch
Merken. Der Verkauf der Merkener Gaststätte «Am Sportplatz» an die NPD ist offenbar vom Tisch.
Das Problem birgt meistens schon die Lösung
Geich. Gisela Schon ist wohl das, was man mit einiger Berechtigung als Multitalent bezeichnen könnte. Eigentlich ist sie ja Künstlerin, vielleicht sogar ein wenig Lebenskünstlerin. Sie malt, sie zeichnet, sie töpfert.
DSL-Wüsten in der Gemeinde werden belebt
Niederzier. Im Bestreben, im gesamten Gemeindegebiet flächendeckend schnelles Internet via DSL zu ermöglichen, sollen in einem ersten Schritt die Telekommunikationsanlagen in Huchem-Stammeln aufgerüstet werden.
Was wird aus der alten Jugendherberge?
Nideggen. Alt ist sie, und Generationen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus Nordrhein-westfalen und darüber hinaus erzählen von ihren nächtlichen Kissenschlachten in den altehrwürdigen Mauern der Jugendherberge Nideggen an der Rather Straße, die in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbaut wurde.
Düren. So kann man auch zu seinem Glück geführt werden: Mara Rudnick wollte von Kindesbeinen an immer recht schick zur Fete, zur Karnevalsparty oder später zur Abiturfeier. Immer war ihre Mutter zur Stelle und nähte für ihre Tochter die tollsten Unikate, während viele ihrer Altersgenossinnen die Kleider von der Stange tragen mussten.
Eine Winterjacke, ein Foto und viel Ärger
Von Christoph Lammertz | 24.06.2009, 17:55
Derichsweiler. Ein in der Geschichte der Dürener Kindergärten wohl einmaliger Fall sorgt seit Wochen für Unruhe in der Derichsweiler AWO-Kita «Wichteltreff».
Ein Junge ist aus dem Foto retuschiert worden - sehr zum Ärger seiner Eltern.
Wie es dazu kommen konnte, schildern die Eltern, Sibylle und Peter Brosius, ähnlich wie der AWO-Kreisvorsitzende Johannes Veith. Die Wertung ist allerdings sehr unterschiedlich.
Doch zunächst zu den unstrittigen Fakten: Die Verantwortlichen im «Wichteltreff» hatten den Fototermin mit einem professionellen Fotografen an einem Tag vereinbart, an dem es morgens noch sehr kalt war.
Die Eltern Brosius hatten sich deshalb dazu entschlossen, ihrem Sohn eine Winterjacke anzuziehen. Als mittags das Foto auf dem Außengelände der Kita geschossen werden sollte, war das Thermometer in sommerliche Gefilde geklettert.
«Das sieht aber dumm aus.» So oder zumindest so ähnlich soll die Kindergartenleiterin reagiert haben, als sie sah, dass sich der Nachwuchs aus dem Hause Brosius mit der Winterjacke zum Foto stellte.
Kurzerhand wurde dem Jungen die Jeansjacke eines anderen Kindes angezogen, das an diesem Tag mit zwei Jacken zur Kindertagesstätte gekommen war.
«Unser Sohn war völlig fertig, als er nach Hause kam», berichtet Peter Brosius. Der Junge habe gefragt, warum die Kindergärtnerin ihn dumm genannt habe.
«Das hat sie definitiv nicht getan», betont Johannes Veith. Die Leiterin habe sich dennoch bei den Eltern entschuldigt, für den Fall, dass ihre Aussage bei dem Kind falsch angekommen sei. Doch damit war das Thema nicht erledigt.
Die Eltern verlangten nun vom Kindergartenträger AWO, dass ein neues Foto gemacht wird, weil ihr Sohn nicht in fremder Jacke auf dem Abschlussbild erscheinen sollte.
Stattdessen entschieden die Verantwortlichen, den Jungen mit Hilfe der modernen Bildbearbeitung vom Foto zu entfernen. Während die anderen Eltern zum Abschluss des Kindergartenjahres nun dieses Foto erhalten, wird in die Mappe des Brosius-Sprösslings ein Foto geklebt, das eine Mutter später von den künftigen I-Dötzchen gemacht hat. Darauf trägt er eine eigene Jacke.
«Wir konnten nicht von den anderen Eltern verlangen, dass sie für zwei Profi-Aufnahmen bezahlen. Uns blieb also nichts anderes übrig, als den Jungen vom Foto zu entfernen, da die Eltern deutlich erklärten hatten, dass er nicht mit fremder Jacke auf diesem Bild erscheinen soll», erklärt Johannes Veith das Vorgehen der Kita.
Sibylle und Peter Brosius ärgern sich dagegen maßlos darüber, dass ein Abschlussfoto ohne ihren Sohn verteilt werden soll. Sie sprechen von pädagogischem Versagen und haben sich an den Mittelrhein-Chef der AWO gewandt. Eine Antwort haben sie bisher nicht bekommen.
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