Was macht ein Hausmeister in den großen Ferien?
Monschau. Im Kellerflur der Konzener Grundschule herrscht Chaos. Bis unter die Decke türmen sich Tische, Stühle, Regale und Kartons mit Schulbüchern, Bastelmaterial und allerhand Krimskrams. In den vollkommen leergefegten Klassenräumen nebenan
Kesternich. Seit einigen Wochen steht das große Holzkreuz im neuen Glanz wieder auf dem Pfarrer-Denis-Platz in Kesternich. Dank vieler Helfer konnte es vor dem Verfall gerettet werden.
Auf den Punkt gebracht in Eifeler Platt
Nordeifel. Wer sie vermisst hat, darf, wenn er mag, sich freuen, denn es gibt ab jetzt in dieser Zeitung wieder Platt-Geschichten. Platt (das ist die Mundart-Sprache, der Dialekt) gehört zur Nordeifel wie die ungezählten Buchenhecken, Platt ist, wie Goethe es gesagt hat, «eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Atem schöpft».
Roetgen. In den ersten beiden Jahren seit der Gründung der eingleisigen Aachener A-Liga landete der FC 13 Roetgen jeweils im oberen Tabellendrittel. In der vorletzten Saison wurde man Tabellendritter, in der vergangenen Saison belegte man den vierten Platz.
Bis zum Finale in Berlin sind es nur 15 Siege
Nordeifel. Leider hat die Kreis-Pokalrunde in den letzten Jahren nicht mehr den Reiz vergangener Zeiten. Früher, als man noch Kreispokalsieger des Fußballkreises Monschau werden konnte und diesen auf Mittelrheinebene vertreten durfte, war es für jeden Verein höchste Pflicht, an der Pokalrunde teilzunehmen.
Gutes Ende am Eschaueler Sonnenstrand
Nideggen. Was lange währte, ist nun höchst wahrscheinlich gut geworden: Die unendliche Geschichte der Renovierung und Erweiterung des Gebäudes am «Sonnenstrand Eschauel» ist beinah abgeschlossen. Immer noch trifft man in Eschauel Handwerker am Rurseestrand unterhalb von Schmidt an.
Alte Vennbahn-Trasse wird zum Radweg
(rpa) | 10.03.2010, 17:25
Simmerath. Eine Radtour auf der alten Trasse der Vennbahn soll zu einem großen Fahrvergnügen werden: Der neue Radweg, die Vennbahn-Route, führt weit ab von Straßen durch eine attraktive Wald- und Wiesenlandschaft, und das bei einer maximalen Steigung von zwei Prozent. Die Vennbahn-Route ist aber auch für Wanderer offen, im Winter kann sie von den Anrainer-Kommunen als Loipe für die Skiläufer hergerichtet werden.
Und ein gutes Stück weit, insgesamt 28,5 Kilometer, führt dieser durch die Städteregion Aachen, davon 4,2 km im Bereich der Gemeinde Simmerath und etwa 12 km im Bereich der Stadt Monschau. Mit 130 Kilometern wird die Vennbahn-Route, so Manfred Strang, der «längste Radweg Europas auf einer stillgelegten Bahntrasse».
Derzeit wird die Strecke vermessen, den Auftrag dazu hat das Ingenieur-Büro Roder aus Höfen. Eine Firma aus Euskirchen ist dabei, die Gleise und die Trasse von Gestrüpp und Büschen zu befreien. Die Maschinen dazu waren zuletzt am Bahnhof in Konzen stationiert. Die Arbeiten sollen bis Ende März erledigt sein, sofern das Wetter ein zügiges Arbeiten zulässt.
Der strenge und schneereiche Winter ist der Grund dafür, das die Arbeiten in den vergangenen Wochen vielfach ruhen mussten. Eine andere Firma ist dabei, Schwellen und Schienen abzubauen.
Zunächst sollten die Arbeiten an der Gleisanlage bis Ende März erledigt, nun sollen Gleise und Schwellen bis Ende April abgebaut sein. Dann soll mit den Bauarbeiten begonnen werden - zunächst im nördlichen Bereich zwischen Raeren in Höhe der «Himmelsleiter» an der B 258 und dem Bahnhof in Lammersdorf. Dieses Teilstück ist 13 Kilometer lang. Querungshilfen sind am Grenzweg und im Bereich Kämpchen erforderlich. Im nächsten Jahr soll dann der Radweg zwischen Lammersdorf und Kalterherberg (15,5 km) ausgebaut werden.
Belgisches Hohheitsgebiet
Der Radweg soll, so berichtete Manfred Strang im Ausschuss, zwischen zweieinhalb und drei Meter breit werden. Als Belag ist Asphalt geplant, der Antrag dazu wurde bei den zuständigen belgischen Behörden gestellt.
Die gesamte Trasse der Vennbahn-Route ist und bleibt belgisches Hoheitsgebiet, wie Manfred Strang ausführte. Das Projekt ist insgesamt auf 11,2 Millionen Euro veranschlagt, auf die Städteregion Aachen entfallen dabei 6,38 Millionen Euro. Die 4,2 km lange Strecke im Bereich der Gemeinde Simmerath kostet rund 920.000 Euro, die Gemeinde Simmerath hat sich verpflichtet, anteilige Kosten von etwa 92.000 Euro (10 Prozent) aufzubringen.
Zum Service entlang der Route gehören auch Rastplätze und Info-Tafeln. Dabei wird der Rastplatz am Bahnhof in Lammersdorf, so Manfred Strang, mit Bänken und einem Tisch eher spartanisch ausfallen. Um die Vennbahn-Route zu bewerben und zu vermarkten, wird ein Internet-Portal eingerichtet, vorgesehen sind zudem auch Flyer. Geplant ist ein Einweihungsfest, ein Termin steht allerdings noch nicht fest.
Im Ausschuss zeigten sich die Sprecher der Fraktionen begeistert für den neuen Radweg auf der alten Vennbahntrasse, der auch von Inlineskatern und Rollstuhlfahrern genutzt werden kann. «Das Projekt nützt uns wirklich», ist Hermann-Josef Bongard (FDP) überzeugt, er verwies dabei auf das Bauernmuseum in Lammersdorf als «zentralen Verknüpfungspunkt». Allerdings habe die Gemeinde «noch viel zu tun».
Verbindung zum Rursee
Aufgabe der Gemeinde ist es, so erläuterte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, die Radwege im Gemeindegebiet an die «Vennbahn-Route» anzuschließen, dazu gehöre auch eine Verbindung zum Rursee. «Wir müssen uns noch Gedanken darüber machen, wie das Highlight stärker genutzt werden kann.»
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