Lokales / Eifel

Kreisjägertag: Kinder lernen die Natur der Heimat kennen

(M. S.) | 20.07.2009, 15:06

Rurberg. Mit einem attraktiven Programm aus interessanter Information rund um die Themen Natur, Waidwerk und das vielseitige Aufgabenspektrum des jagenden und hegenden Menschen in einer pluralistischen Gesellschaft trotzten am Sonntag die Ausrichter und Besucher des 13. Kreisjägertages den launisch-wechselhaften Wetterkapriolen.

Die Kreisjägerschaft Aachen hatte - in Partnerschaft mit den Nordeifel-Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath - zu einer eindrucksvollen Ausstellung und Leistungsschau von Wild, Hund und der Rolle der regionalen Forstreviere auf die Festwiese am Rurberger Rurseeufer geladen.

Bildungsauftrag

«Wir möchten die Arbeit des Jägers vor allem der jüngeren Generation nahebringen, und auch die Bevölkerung von Stadt und Land mit ihren unterschiedlichen Lebensräumen und -bedingungen soll sich näher kommen und einander besser verstehen», sagte Karl-Heinz Kuckelkorn, Pressesprecher der Kreisjägerschaft zur Begrüßung zahlreicher in wetterfeste Regenjacken oder grünen Loden gehüllte Gäste.

Zur Eröffnung einer reichhaltigen Darbietungsfolge schmetterte das Jagdhorn-Bläserkorps des Hegeringes Roetgen, kommissarisch dirigiert von Franz Duesing aus Kerkrade, forsche Weisen vom «fröhlichen Jagen» und dem unsterblichen Jäger aus Kurpfalz.

Tiere zum Anfassen

Die Greifvogelstation des Hellenthaler Wildfreigeheges präsentierte ihre gefiederten Stars der Lüfte, die mit atemberaubenden Flügen über den See jagten und den Zuschauern manch verblüfftes «Aah» und Ooh» entlockten. Auch mit Tieren zum Anfassen und Bestaunen konnten Kinder auf du und du stehen, zottige Schafe wollten gekrault, eine freche Frettchenfamilie mit blitzschnell bissbereiten Dolchzähnchen respektvoll bestaunt sein, während dem Publikum Art, Gattung und Charakteristik dieser marderartigen Wildtiere und bewährten Jagdpartnern Nimrods einprägsam und fachkundig vermittelt wurden.

Naturführer Hermann Carl machte derweil Kinder wie Erwachsene mit heimischer Fauna und Flora auf Waldspaziergängen in Gruppen vertraut.

Der Leiter der über Eifelgrenzen hinweg bekannten mobilen Waldschule - mit deren für den Biologieunterricht pädagogisch wertvollen Exponaten inklusive exakter Beschreibungen - führte nach der Rückkehr von seinen Exkursionen die beliebte «Jägerprüfung für Kinder» durch, ein aufschlussreicher Test zu erworbenem Wissen.

Tierische Geheimnisse gelüftet

Aus der praktischen Arbeit mit ausgebildeten Jagdhunden berichtete Petra Leckner aus Baesweiler anschaulich. Manch tierisches Geheimnis wurde so gelüftet und weckte noch mehr Verständnis für des Menschen liebsten Vierbeiner und dessen Wesen.

Karl-Heinz Kuckelkorns Fazit am Ende intensiver Standortbestimmung, imposanter Impressionen und fruchtbaren Dialogs: «Der Kreisjägertag wurde längst zur festen Einrichtung, ist ins Rurseefest integriert und nicht mehr wegzudenken.»



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