Lokales / Eschweiler

Meer, Stein und Eisen inspirieren die Künstler

| 30.09.2009, 16:15

Eschweiler. Im Rahmen der Kult.Tour 2009 präsentiert der Eschweiler Kunstverein im Talbahnhof Bilder von André Paquet und Skulpturen von Christoph Mancke. Die Ausstellungseröffnung findet am Samstag, 3. Oktober, bereits um 12 Uhr statt.

Bei der Kult.Tour handelt es sich um ein entlang der Euregio-Bahnverbindung zwischen Eschweiler und Heerlen geplantes Kunstevent. Dabei sollen alle an Kunst Interessierten und Neugierigen aktiviert werden, an ausgewählten Bahnhöfen aus- und einzusteigen, um an den vor Ort organisierten Kunstveranstaltungen teilzunehmen. Kunst und Musik ergänzen sich zu einem vielseitigen Programm für alle Altersstrukturen.

Die Kult.Tour wird in Absprache und mit Unterstützung der regionalen Verkehrsbetriebe und der Bundesbahn an folgenden Bahnhöfen durchgeführt: Eschweiler Talbahnhof, Aachen Hauptbahnhof, Herzogenrath Eurode Bahnhof, Alsdorf Fördermaschinenhaus und Heerlen Bahnhof.

Das Projekt ist sowohl städte- und grenzüberschreitend und trägt insofern dem aktuellen politischen Bestreben nach stärkerer kultureller Integration der neuen Städteregion Aachen Rechnung.

Der Kunstverein präsentiert dabei die Ausstellung «Between Sea and Land» mit Bildern von André Paquet und Skulpturen von Christoph Mancke. Die Ausstellung findet in den Räumen der städtischen Kunstsammlung vom 3. bis 18. Oktober statt.

Ein Besuch 1958 in der Internationalen Ausstellung in Brüssel im Pavillon der Marine weckte in André Paquet die Leidenschaft für das Meer. Er zeichnete und malte schon in seiner Jugendzeit, schrieb sich aber in keiner Akademie ein. Er entschied sich für technische Studien und die höhere Seefahrtschule in Antwerpen.

1966 begann er eine Laufbahn als Schiffsingenieur und bereiste die Weltmeere. Die langen Aufenthalte in den Häfen der Welt ließen ihm viel Zeit zum Zeichnen, was er sieht: Schiffe, Häfen, Kräne... Nach seiner Heirat kehrte er aufs Festland zurück und unterrichtete in seiner Heimat an der Technischen Schule in Malmedy. Seine Leidenschaft für Zeichnen und Malen entwickelte er weiter.

Anfangs war seine Malerei nur figurativ, mit der Zeit erwarb er mehr Flexibilität und Sicherheit. Er fing an, seine Motive geometrisch zu malen. Allmählich gelang es ihm, sich von den rein technischen Problemen frei zu machen und seiner Inspiration freien Lauf zu lassen.

Zahlreichen Skulpturen im öffentlichen Raum zeigen die Fähigkeit Christoph Manckes, sich auf die jeweiligen Gegebenheiten des Ortes einzulassen, sie beweisen seine Sensibilität und seine Kreativität. Er verwendet verschiedenartigste Materialien, vor allem jedoch Cortenstahl und Stein bzw. eine Kombination aus beidem.

Für kleinere Arbeiten favorisiert erÊEisenguss. Dabei liebt er die rötliche Patina, die weich wie eine samtige Haut die Form überzieht, deren mögliche geometrische, architektonische Strenge mildert, Anorganisches mit Organischem verbindet.



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