Sperrungen im Autobahnkreuz Aachen
Aachen. Wegen Kanalarbeiten wird an diesem Wochenende von Freitag, 20 Uhr, bis Sonntag gegen 12 Uhr die Rampe von der A4 aus Köln in Richtung der A44 Düsseldorf (Nord-Ost-Rampe) gesperrt. Die Umleitung erfolgt im Kreuz selbst und ist mit einen roten Punkt gekennzeichnet.
Dr. Friedhelm Mersch: Nach der Schule geht's in den Kraftraum
Eschweiler. Das Büro des Schulleiters am Städtischen Gymnasiums hat sich verändert. Das soll aber nicht bedeuten, dass mit dem «Neuen» alles auf den Kopf gestellt wird an der Peter-und-Paul-Straße. Dr. Friedhelm Mersch besitzt jedoch einen anderen beruflichen Hintergrund als sein Vorgänger Ulrich Reinartz, wählte er doch den Zweiten Bildungsweg. Und diese Vita lässt sich nunmal nicht leugnen.
Malmsheimer zeigt dem Publikum, wer der Herr im Haus ist
Eschweiler. Schon bevor er am Mittwochabend die Bühne des Talbahnhofs betrat, forderten die zahlreichen Zuschauer und -hörer mit rhythmischem Klatschen sein Erscheinen. Und Kabarettist Jochen Malmsheimer ließ sich nicht zweimal bitten. Schnell machte er deutlich, was er während seiner Auftritte so gar nicht mag: Das Klingeln eines Handys und Blitzlicht.
Silber und Gold für 13 Jubilare im Dienst der Kranken
Eschweiler. An acht prachtvoll gedeckten Tafeln nahmen sie Platz. Leicht nervös, stolz und freudig erstrahlten ihre Gesichter im lichtdurchfluteten Raum des Elisabethheims im St.-Antonius-Hospital. Genug Grund dazu hatten sie allemal: 13 Jubilare wurden geehrt, ausgezeichnet und gefeiert für ihre Tätigkeit im Krankenhaus.
Dalli erobert Spanien von Sant Adrià aus
Stolberg. Dalli löst die Handbremse und legt einen Gang zu. Das Stolberger Traditionsunternehmen hat das Bleichewerk im spanischen Sant Adrià nahe Barcelona von der zur Henkel Gruppe gehörenden Henkel Ibérica S.A. übernommen.
Humorvolle Revue über die Geschlechter hilft «Lernen fördern»
Eschweiler. Ein Benefizabend für die Eschweiler Werkstatt von «Lernen fördern»? Da setzt sich auch Bürgermeister Rudi Bertram gerne ein, damit der Saal im Talbahnhof voll wird am 22. September um 20 Uhr. Denn: «Solche Veranstaltungen sind eine Win-Win-Situation, da hat jeder etwas davon».
Erinnerung an Gräueltaten der Nazis
(ran) | 09.11.2009, 17:30
Eschweiler. «Wir gedenken heute des Tages vor 71 Jahren, an dem auch in Eschweiler eine Synagoge in Feuer aufging und Menschen gequält wurden», begrüßte Pfarrer Friedhelm Schippers am montagnachmittag die Teilnehmer an der Gedenkstunde zur Reichspogromnacht.
Dort ergriff zunächst Pfarrer Dieter Sommer das Wort: «Der 9. November ist ein ambivalenter Tag. Wir freuen uns über den Mauerfall vor 20 Jahren und erinnern an die Revolution von 1918. Doch gerade deshalb dürfen wir den 9. November 1938 nicht vergessen. Denn dies war ein Tag, der Seelen kostete und Mitmenschen vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens hat stehen lassen. Die Opfer nicht zu vergessen, ist unsere Pflicht», so der Geistliche.
Pfarrer Friedhelm Schippers erinnerte zu Beginn seiner Ansprache, dass die Reichspogromnacht nicht das Ende, sondern erst der Anfang furchtbarster Verbrechen war. «Wenn wir an Auschwitz denken, muss die Frage lauten: Was ist der Mensch, dass er zu solchen Taten fähig ist?» Und noch immer gebe es Menschen, die die Verbrechen nicht wahrhaben wollten.
Die Geschehnisse von damals müssten für uns Mahnung sein. «Doch können die Opfer von heutiger Gewalt auf uns zählen?», fragte der Redner, der in jungen Jahren selbst ein Jahr in Israel verbrachte, seine Zuhörer. Noch lebten einige wenige Opfer, Zeugen und auch Täter. «Doch was passiert, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt? Die Erinnerung an die Vorkommnisse muss wach bleiben», forderte der Pfarrer.
Eine der Ursachen für die Verbrechen sei die Schwäche der Demokratie der Weimarer Republik gewesen. «Auch die Kirchen haben diese Demokratie nur schwach unterstützt. Doch die Demokratie ist es wert, verteidigt zu werden», betonte Friedhelm Schippers. Deshalb sei es wichtig, sie nach außen zu kommunizieren. Allerdings seien die Anforderungen, die die Demokratie an die Menschen stelle, hoch. «Sie fordert Verantwortung, Mut und auch Liebe», erklärte der 52-Jährige. «Nur eine starke Demokratie, und zu dieser gehört eine wache Kirche, kann verhindern, dass das, was vor 71 Jahren geschah, noch einmal passiert», so die Schlussfolgerung von Friedhelm Schippers.
Musikalisch gestaltet wurde die Gedenkstunde wie bereits in den vergangenen Jahren von Bärbel Ehlert (Gesang, Geige und Gitarre) und Friedhelm Lutzer (Akkordeon), die das Duo «Kaleidoklez» bilden und mit Liedern wie «Rachmones», «Osseh shalom» und «Liedelein jiddisch» an die Tradition der jüdischen Klezmer-Musik erinnerten. Zum Abschluss besuchte die Gemeinde den jüdischen Friedhof an der Talstraße, wo durch das Auflegen von Steinen auf die Gräber den Opfern der Verbrechen der Reichspogromnacht sowie des Holocausts gedacht wurde.
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