Lokales / Eschweiler

Zwischen Mathe und Englisch am Töpfertisch

(jana) | 30.11.2009, 14:53

Eschweiler. Wer bislang noch nicht das richtige Nikolaus-Geschenk für seine Lieben hatte, wurde spätestens beim Weihnachtsbasar der Bischöflichen Liebfrauenschule fündig.

Von hübschen Töpferarbeiten über leuchtenden Christbaumschmuck bis hin zu Kerzen in den verschiedensten Variationen - wie in jedem Jahr waren die Liebfrauenschüler sehr kreativ und haben einen wunderschönen Basar auf die Beine gestellt, der nicht nur Kinderaugen strahlen ließ.

So fiel es dem ein oder anderen mehr als schwer, sich für eine Sache zu entscheiden, denn in jeder Klasse gab es etwas zu entdecken. Bei der Klasse 8a zum Beispiel stand seit Wochen neben Mathe und Englisch vor allem eins auf dem Stundenplan: Töpfern. Unter der Leitung von Lehrerin Barbara Busert kreierten die Mädchen und Jungen Schalen, Teelichthalter, Sterne und weitere Weihnachtsdekorationen. «Anschließend haben die Kinder ihre Arbeiten noch glasiert und verziert - das war viel Arbeit, aber wir sind wirklich stolz auf das Ergebnis», freute sich Barbara Busert.

Auch die Kinder der 9a hatten sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Für einen Tag verwandelten die Pennäler ihren Klassenraum in ein professionelles Fotostudio, das an ein Wintermärchen erinnerte. Dort konnten sich die Basarbesucher mit dem (sehr jung gebliebenen) Weihnachtsmann und hübschen Engeln ablichten lassen.

Klassenlehrer Lars Sonntag stand hinter der Kamera und fand so viel Gefallen an seiner Aufgabe, dass er anfing, an seiner Berufswahl zu zweifeln: «Ich glaube, ich wechsle meinen Job, das ist ja viel entspannter hier», scherzte der Pädagoge.

Ein solch abwechslungsreiches Programm macht hungrig. Doch auch darauf waren die Pennäler bestens vorbereitet: Ob italienische Nudelgerichte, wärmende Suppen, süße Crpes oder frisch gebackene Waffeln mit Puderzucker - es war für jeden Geschmack etwas dabei.

Am späten Nachmittag sah man die Familien glücklich und mit vollgepackten Tüten aus den Pforten der Schule spazieren. Das Schöne daran war, dass man damit auch noch etwas Gutes getan hatte: Der Erlös des Basars geht nämlich auch dieses Jahr wieder an verschiedene karitative Zwecke wie zum Beispiel Projekte der Entwicklungshilfe, die von der Schülervertretung der Schulkonferenz vorgestellt wurden. Eines dieser Projekte heißt «Levante» (zu deutsch: Steh auf), eine Hilfsorganisation für Straßenkinder im Nordosten Brasiliens.

Anschließend trafen sich Schüler, Lehrer, Freunde und Ehemalige zum traditionellen Glühweintrinken auf dem Schulhof. Wenn das mal kein perfekter Abschluss für einen gelungenen Weihnachtsbasar war ...



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