Sechs Verletzte nach Auffahrunfall
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Aachen/Dortmund. Der Dortmunder Polizeipräsident Hans Schulze hat eine für Samstag angekündigte Neonazi-Demonstration verboten.
Der Tag, an dem die Contergan-Opfer Sieger sind
Von Marlon Gego | 24.06.2009, 21:00
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Fast drei Stunden später wird Andreas Meyer selbst ein bisschen überrascht sein, dass das Kölner Landgericht zu seinen Gunsten entschieden hat. Gemeinsam mit dem «Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer» (BCG) hat Meyer erstmal durchgesetzt, den Boykottaufruf gegen Produkte der Stolberger Dalli-Gruppe aufrechterhalten zu können. Er wird weiter Broschüren verteilen dürfen, in denen er die Öffentlichkeit darüber aufklärt, dass Familie Wirtz als Gesellschafter der Dalli-Werke auch Gesellschafter des Contergan-Herstellers Grünenthal ist (siehe Grafik). Er wird weiter öffentlich darum bitten dürfen, im Sinne der Conterganopfer auf den Kauf von Dalli-, Mäurer&Wirtz- und 4711-Produkten zu verzichten, um so Druck auf die Gesellschafter auszuüben. Vielleicht, hofft Meyer, wird Familie Wirtz eines Tages doch bereit sein, angemessen viel Geld für die Opfer ihres Schlafmittels zur Verfügung zu stellen, obwohl per Gerichtsbeschluss schon lange keine juristischen Ansprüche mehr durchsetzbar sind.
Als die Vorsitzende Richterin Margareta Reske um 16.29 Uhr ihr Urteil verliest, das das erstinstanzliche Urteil vom Februar wieder aufhebt, klatschen die allermeisten der gut 100 Besucher im Gerichtssaal einigermaßen begeistert Beifall. Andreas Meyer guckt erst ein bisschen ungläubig, schließlich lächelt er und sagt: «Zum ersten Mal nach all den Jahren haben die Opfer obsiegt.» Er spricht von einem historischen Tag.
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