Aktionsbündnis: Atommülltransporte können am 1. März 2011 starten
Jülich/Aachen. Der erste Transport mit gefährlichem Atommüll von Jülich nach Ahaus könnte «theoretisch» am 1. März 2011 starten. Nach Informationen des Aktionsbündnisses Münsterland gegen Atomanlagen ist geplant, «1,25 Behälter pro Woche» ins Zwischenlager zu bringen.
Mordfall Claudia: Gentest bleibt ohne Erfolg
Grevenbroich. Fast 14 Jahre nach dem Mord an der elfjährigen Claudia aus Grevenbroich ist ein Massen-Gentest zur Aufklärung der Tat beendet worden. Die Polizei habe im vergangenen Jahr 348 Männer zur Abgabe einer Speichelprobe aufgefordert, teilte die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach am Mittwoch mit.
Kart-Bahn-Betreiber soll wegen tödlichen Unfalls 27.000 Euro zahlen
Viersen/Kaarst. Nach dem tödlichen Unfall eines Jungen auf einer Go-Kart-Bahn in Schwalmtal (Kreis Viersen) soll der Betreiber der Anlage eine Geldstrafe in Höhe von 27.000 Euro zahlen.
Unbekannte sprengen Geldautomaten
Krefeld. In einer Bank in Krefeld haben Unbekannte am Mittwochmorgen einen Geldautomaten gesprengt und sind anschließend mit der Beute geflüchtet.
Bombenfund in Köln: Häuser geräumt
Köln. Der Kölner Kampfmittelräumdienst hat am Dienstagabend eine britische Fünf-Zentner-Bombe ohne Zwischenfälle entschärft. Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war im Kölner Stadtteil Sülz bei Bauarbeiten gefunden worden.
AVV erhöht Ticketpreise um 3,5 Prozent
Heinsberg. Die Tarife im Aachener Verkehrsverbund (AVV) steigen zum 1. April um durchschnittlich 3,49 Prozent. Das hat die im Heinsberger Kreishaus tagende Verbandsversammlung des AVV am Dienstag einstimmig beschlossen.
Experten fordern Notfallplan für Archive
(ddp) | 25.06.2009, 15:24
Köln. Als Konsequenz aus dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs haben Experten einen nationalen Notfallplan für Archive gefordert. Darin müsse für jedes einzelne Archiv festgehalten werden, was bei einem Unglück zu tun sei, sagte der Präsident des nordrhein- westfälischen Landesarchivs, Wilfried Reininghaus, am Donnerstag zum Abschluss einer Fachtagung in Köln.
Das Kölner Archiv war Anfang März eingestürzt, wahrscheinlich wegen der benachbarten U-Bahn-Baustelle. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hatte am Mittwoch bei der Tagung gefordert, die Bauaufsicht generell auf den Prüfstand zu stellen. Bei künftigen Großprojekten dürften Bauaufsicht und -durchführung nicht in einer Hand liegen.
Die Leiterin des Kölner Stadtarchivs, Bettina Schmidt-Czaia, sagte, aus den Bergungsarbeiten nach dem Einsturz hätten die Fachleute bereits konkrete Lehren gezogen.
So habe Archivgut «die größten Überlebenschancen», wenn es in festen Kartons verpackt sei, weil es dann schnell weggebracht und nicht so leicht zerstört werden könne.
Jedes einzelne Stück müsse gekennzeichnet werden. Nicht erschlossene Bestände - etwa bei Nachlässen - könnten nach einem Unglück kaum richtig zugeordnet werden. Die Erkenntnisse und Forderungen der Experten sollen in einer «Kölner Erklärung» zusammengefasst und auf dem Deutschen Archivtag im September verabschiedet werden.
Das neue Kölner Stadtarchiv, dessen Bau geplant ist, soll nach dem Willen der Stadt Modellcharakter bekommen. «Wir haben die Chance, das Archiv ganz anders aufzustellen, als es ansonsten bisher üblich ist», sagte Kulturdezernent Georg Quander. So sollten Nutzer häufiger mit digitalen Dokumenten arbeiten, um die Originale zu schonen, und die Bestände sollten auch per Internet einsehbar sein.
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Bildergalerie: Verschüttete Kölner Akten: Kampf um Archivschätze |
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