EKZ: Fallen am Mittwoch die Würfel?
Übach-Palenberg. Die jahrzehntealte Brache scheint begehrt zu sein. Sechs Bieter stehen an, um das ehemalige Zechengelände an der Nahtstelle zwischen Übach und Palenberg erwerben und ein Einkaufszentrum dort realisieren zu können.
Jugend geht in Selfkant auf die Barrikaden
Selfkant-Tüddern. Der Jugendvorstand der Jugendgruppe Arearea Tüddern informierte am Mittwochabend seine Mitglieder über einen Brief der Gemeindeverwaltung mit einer schockierenden Nachricht.
Deutlich weniger Inobhutnahmen in Geilenkirchen
Geilenkirchen. Im Jahr 2009 haben die Jugendämter in NRW 9932 Kinder und Jugendliche vorläufig unter Schutz gestellt. Das waren 6,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl habe damit einen neuen Höchststand erreicht, teilte Information und Technik NRW als Statistisches Landesamt nun mit.
Starkoch Eckart Witzigmann freut sich auf «Goldene Schlemmer-Ente»
Wassenberg. Starkoch Eckart Witzigmann wird am Eröffnungsabend des viertägigen Schlemmer-Marktes Rhein-Maas - am Donnerstag, 12. August, um 19.30 Uhr auf dem Roßtorplatz im Herzen der Stadt Wassenberg - mit der Goldenen Schlemmer-Ente geehrt.
Gut fürs Leben, aber finanziell nicht nötig
Kreis Heinsberg. Nach den laut ausgesprochenen Überlegungen von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zur Änderung der Wehrpflicht für junge Männer schrillen bei den Sozialverbänden die Alarmglocken: Es würde indirekt auch sie betreffen.
Computer lost den nächsten Matchgegner aus
Geilenkirchen. Seit 15 Jahren spielt Patrick Schimmelbauer Tennis und seit zehn Jahren hat der in Erkelenz lebende und für den Tennisclub Blau Weiß Neuss aufschlagende 21-Jährige kein Nachwuchsturnier in Geilenkirchen ausgelassen. Doch in diesem Jahr wird der Turniergewinner von 2009 auf den Plätzen von Rot-Weiß zum letzten Mal den Racket schwingen und seinem Gegner die gelben Filzbälle «um die Ohren» hauen.
Heuler in der Friedenskirche unvermeidbar
Von Karl-Heinz Hamacher | 02.03.2010, 16:01
Gangelt. Keine Orgel ist auch keine Lösung. So könnte man etwas plakativ den Stand der Überlegungen in der evangelischen Kirchengemeinde Gangelt, Selfkant und Waldfeucht zusammenfassen. Es geht um die Orgel in der Friedenskirche, die den Organisten immer mehr Probleme bereitet und in ihrer klanglichen Qualität mehr und mehr nachlässt.
«Ursache des Dauertones ist der Verschleiß in der Mechanik des Instrumentes.» Wie dieser Heuler entsteht, hat Ulrich Peters, neben Karl-Heinz Palmen, Renate Dirks und Marcel Grein einer der vier Organisten des Gemeindeverbundes, schon 2007 in einem Gutachten beschrieben. Zusammen mit der nicht fachgerechten Verarbeitung, unterschiedlichen Verbindungstechniken und falsch berechneten Trakturverläufen summieren sich die Fehler, die ein präzises Spiel kaum möglich machen, fasste der Dozent für Orgelbau an der Hochschule für Kirchenmusik zusammen.
Einiges sei nicht gut durchdacht und am Ende äußerst kostengünstig zusammen gebaut. Man müsse das nicht alles verstehen, um am Ende zu dem Schluss zu kommen: «Um unsere Orgel steht es nicht gut», meint Pfarrer Schoenen. Die ehemalige Hausorgel aus der 50-er Jahren wurde nicht als Kirchenorgel konzipiert. 1990 wurde sie für die Friedenskirche erworben und hat auch dort schon einen Umzug hinter sich. Der günstige Preis sei es wohl gewesen, der damals den Ausschlag für den Kauf gab. Schon 2007 stand fest, dass man das Instrument mit einem Zeitwert von rund 8000 Euro nicht mehr repariert. Dafür wäre mindestens die Hälfte dieses Wertes nötig gewesen. Es sollte wieder eine gebraucht Orgel erworben werden.
Trotz Kirchenschließungen und der dauernden Sichtung der Fachpresse konnte aber keine geeinigte Orgel gefunden werden. Entweder waren es die räumlichen oder klanglichen Gegebenheiten, die nicht passten. Das Presbyterium hat sich nun dazu entschlossen, das Thema «neue Orgel» vorrangig zu betreiben.
Erste Rücklagen wurden schon 2008 gebildete, doch ist man meilenweit von der Finanzierung des Projektes entfernt. Eine neue Pfeifenorgel mit acht bis zehn Registern würde mit rund 120.000 Euro zu Buche schlagen. So ist die neue Orgel heute schon eine echte Herausforderung für die Gemeinde, für den Förderverein und die evangelische Stiftung. Vorrangig arbeitet man nun daran, weitere Freunde und Förderer für dieses große Projekt zu finden. Pfarrer Mathias Schoenen würde sich da über viele Meldungen freuen. Die Gottesdienstbesucher warnt er schon einmal vor: «Auch wenn die Lage in Sachen Orgel noch nicht zum Heulen ist, Heuler kommen immer wieder vor!»
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