Lokales / Nordkreis

Infos zum Umbau des Aachener Kreuzes im Bürgerbüro

| 08.03.2010, 23:59

Würselen/Region. Großer Bahnhof am Flugplatz Merzbrück - und das für den Um- und Ausbau des Aachener Autobahnkreuzes. Mit Lutz Lienenkämper ist Montagmorgen eigens der NRW-Verkehrsminister nach Würselen geeilt, um - flankiert von gleich drei Landtagsabgeordneten aus der Städteregion Aachen - ein halbes Jahr nach dem ersten Spatenstich mit dem Bürgerbüro ein neues Serviceangebot vorzustellen.

Ein wichtiges Thema, zumal in Wahlkampfzeiten. Und so setzt der Minister auch bei dem derzeit größten Straßenbauprojekt in der Region auf «transparente Information». Denn: «Das Aachener Autobahnkreuz ist eines der kompliziertesten, die es gibt», meint der Minister und schlussfolgert: «Daher wird der Umbau bei den Bürgern wohl auch besonders viele Fragen aufwerfen.»
ArtikelVon 15 bis 18 Uhr

Beantwortet werden diese künftig eben in jenem Bürgerbüro auf dem Gelände des Flugplatzes, das in Sichtweite der Großbaustelle liegt und über die Anschlussstelle Broichweiden der Autobahn44 zu erreichen ist. Dabei will das Team um Projektleiter Helmut Helzle von dieser Woche an jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr interessierten Bürgern Rede und Antwort stehen - ob zur Planung des Umbaus, zur Verkehrsführung in den verschiedenen Bauphasen, zum Lärmschutz oder zu drohenden Ausweichverkehren für die Anwohner. «Mit dem Büro erfüllen wir unseren Anspruch an einen regelmäßigen Dialog mit den Menschen. Wir wollen uns allen Fragen stellen», verspricht Winfried Pudenz als Hauptgeschäftsführer des für den Umbau verantwortlichen Landesbetriebs und ergänzt, dass sich nur Gruppen vor einem Besuch unter 0241/6093220 anmelden sollten. Ansonsten kann sich jeder - während der Öffnungszeiten auch telefonisch unter 02405/4799890 - informieren.

Wie groß die Resonanz sein wird, ist für Edgar Klein schwer abzuschätzen. «Der Zulauf beim Bürgerbüro in Kerpen-Buir, wo die A4 verlegt wird, hält sich bislang über die Bürger von Buir hinaus noch in Grenzen», sagt der Chef der Landesbetrieb-Niederlassung Ville-Eifel mit Sitz in Euskirchen, die für beide Baustellen zuständig ist. Mit einem Ansturm auf das Würselener Büro rechnet er frühestens dann, wenn es im Aachener Autobahnkreuz so richtig rund geht.

Wird derzeit in der ersten Bauphase am Rand der Baustelle gearbeitet, geht es im Sommer nach der Vergabe für den Bau der Zentralbrücke so richtig in die Vollen. Dann wird ein Teil der Hauptbrücke abgerissen und eine Behelfsbrücke gebaut. «Dann sehen die Menschen was, dann wird es für viele richtig interessant», glaubt Klein.

Und schon im Vorfeld hat Projektleiter Helzle einen Tipp parat: «Während der Bauzeit sollten die Auto- und Lkw-Fahrer die Navis ausschalten und auf die Schilder gucken, damit sie da hinkommen, wo sie hin wollen.» Kein Witz, betont Helzle. Denn: Die Verkehrsführung wird in den kommenden Monaten und Jahren so häufig geändert, dass sich wohl selbst die modernste Technik «verfährt».



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