Stadtgespräch: Alsdorf will sein Negativ-Image ablegen
Alsdorf. Nach mehr als zwei Stunden im Seminarraum der Stadthalle war vor allem eins zu spüren: Aufbruchstimmung.
Funke springt beim Jazzfrühschoppen rasch über
Würselen. Altes Gemäuer der Zintzenschen Scheune und Zaumzeug an der Wand, garniert mit ein paar Kerzen und wohligen Strahlern, bildeten ein berauschendes Ambiente. Unterdessen versank auf dem Innenhof des Gutes Kaisersruh der schöne Blumenschmuck in einem Regenschauer nach dem anderen.
Roda würdigt den Träger des Aachener Friedenspreises
Herzogenrath. Es ist eine richtige Delegation, die Marco Arana Zegarra bei seinem offiziellen Besuch im Herzogenrather Rathaus begleitet. Der Arbeitskreis Peru der Pfarre St. Josef in Straß war beinahe vollzählig vertreten, als «sein» Friedenspreisträger sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug.
Dalli erobert Spanien von Sant Adrià aus
Stolberg. Dalli löst die Handbremse und legt einen Gang zu. Das Stolberger Traditionsunternehmen hat das Bleichewerk im spanischen Sant Adrià nahe Barcelona von der zur Henkel Gruppe gehörenden Henkel Ibérica S.A. übernommen.
Kompliment für die Brauchtumspfleger
Baesweiler. Was die Stadt Baesweiler ihren Brauchtumspflegern zu verdanken hat, stellt sie (mindestens) einmal jährlich bei einem Empfang heraus. Im Rathaus an der Mariastraße reihten sich erneut Schützenbruderschaften und Junggesellenvereine mit ihren Majestäten auf. Es ist stets ein prächtiges Bild, das die Vereine durch ihre Präsenz vermitteln.
Mit dem «Kennenlernbuch» Neugier auf die Euregio wecken
Aachen. Im Städteregionstag ist die FDP mit ihren Anträgen gescheitert, vor allem aus finanziellen Gründen. Bei der Regio Aachen rennen die Liberalen mit ihren Ideen jedoch offene Türen ein.
Minijob und Teilzeit: Arm trotz Arbeit
Von Nina Krüsmann | 25.07.2010, 16:13
Herzogenrath. 40 Frauen aus sechs Nationen waren eine Woche im Nell-Breuning-Haus zu Gast, um sich anlässlich des europäischen Jahres der Armutsbekämpfung über die teils prekäre Lage auf dem Arbeitsmarkt auszutauschen. Thema der 5. Sommerakademie war die Frage, welche Herausforderungen prekäre Arbeitsformen in einem sozialen Europa darstellen.
Zunehmend im Hintertreffen
Die Lage in der Euregio und der Strukturwandel in der Region seien wichtige Anknüpfungspunkte zur Diskussion. «Unser Ziel ist, Frauenthemen stärker in die Verbandsarbeit einzubringen», betont die Leiterin. Seit 1993 beleuchtet das Internationale Frauennetzwerk der KAB Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Südtirols die Perspektiven und Probleme von Frauen in der Arbeitswelt.
«Arm trotz Erwerbsarbeit» war das Thema des ersten Tages, an dem Dr. Michaela Moser einen Überblick über Ursachen und Entwicklungen der prekären Arbeit gab. Auch Bürgermeister Christoph von den Driesch hieß die Damen an diesem Morgen willkommen.
«Die erschreckende Prekarisierung der Arbeit ist nicht allein ein Frauenproblem. Aber wir bemerken, dass besonders die weiblichen Arbeitnehmer durch Minijobs und Teilzeitarbeit zunehmend ins Hintertreffen geraten», beschreibt die KAB-Bundesvorsitzende Birgit Zenker die Problematik.
Um Armut bei Frauen, vor allem im Alter, zu bekämpfen seien drei Schritte notwendig. «Die Politik muss sich konkret mit der Frage nach einem Mindestlohn auseinandersetzen. Zudem brauchen wir ein europaweit bedingungsloses Grundeinkommen», sagt Zenker. Das dritte Instrument sei die Ausgabe eines gewissen Prozentsatzes des Bruttosozialprodukts für Soziales.
«Hier in Herzogenrath wird Europa für die Frauen erfahrbar. Bei einem Spaziergang durch Eurode nach Kerkrade tauschten wir uns über die Probleme im Grenzland aus», berichtet Hartmann-Schäfers, die betonte, dass Arbeitslosigkeit und Armut nicht nur weit weg in Afrika, sondern auch vor der Haustür existent sind. «Gute Arbeit verdient einen gerechten Lohn», darüber sind sich alle einig.
Neben der Erkundung Aachens begaben sich die Teilnehmerinnen auch auf einen Ausflug nach Brüssel, wo sie unter anderem das Europäische Parlament besuchten. Die Frage, wie wir in Europa leben und arbeiten wollen, steht im Mittelpunkt eines kreativen Workshops. Bei Lese- und Filmabenden kommt auch das Kulturelle nicht zu kurz.
Referent Wilfried Wiesen präsentierte den Damen das «Europäische Sozialmodell», das Wege zu einem sozial gerechten Europa vorsieht.
Ziel des Treffens ist keine Resolution für die Schublade, sondern die Erarbeitung von konkreten Ergebnissen. «Wir wünschen uns, dass die Frauen als Multiplikatoren inhaltliche Impulse für ihre Arbeit mitnehmen. Wir planen bis zum nächsten Treffen unter anderem eine Wanderausstellung mit den Künstlerbüchern», sagt Hartmann-Schäfers.
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