Stadtgespräch: Alsdorf will sein Negativ-Image ablegen
Alsdorf. Nach mehr als zwei Stunden im Seminarraum der Stadthalle war vor allem eins zu spüren: Aufbruchstimmung.
Funke springt beim Jazzfrühschoppen rasch über
Würselen. Altes Gemäuer der Zintzenschen Scheune und Zaumzeug an der Wand, garniert mit ein paar Kerzen und wohligen Strahlern, bildeten ein berauschendes Ambiente. Unterdessen versank auf dem Innenhof des Gutes Kaisersruh der schöne Blumenschmuck in einem Regenschauer nach dem anderen.
Roda würdigt den Träger des Aachener Friedenspreises
Herzogenrath. Es ist eine richtige Delegation, die Marco Arana Zegarra bei seinem offiziellen Besuch im Herzogenrather Rathaus begleitet. Der Arbeitskreis Peru der Pfarre St. Josef in Straß war beinahe vollzählig vertreten, als «sein» Friedenspreisträger sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug.
Dalli erobert Spanien von Sant Adrià aus
Stolberg. Dalli löst die Handbremse und legt einen Gang zu. Das Stolberger Traditionsunternehmen hat das Bleichewerk im spanischen Sant Adrià nahe Barcelona von der zur Henkel Gruppe gehörenden Henkel Ibérica S.A. übernommen.
Kompliment für die Brauchtumspfleger
Baesweiler. Was die Stadt Baesweiler ihren Brauchtumspflegern zu verdanken hat, stellt sie (mindestens) einmal jährlich bei einem Empfang heraus. Im Rathaus an der Mariastraße reihten sich erneut Schützenbruderschaften und Junggesellenvereine mit ihren Majestäten auf. Es ist stets ein prächtiges Bild, das die Vereine durch ihre Präsenz vermitteln.
Mit dem «Kennenlernbuch» Neugier auf die Euregio wecken
Aachen. Im Städteregionstag ist die FDP mit ihren Anträgen gescheitert, vor allem aus finanziellen Gründen. Bei der Regio Aachen rennen die Liberalen mit ihren Ideen jedoch offene Türen ein.
Jugendämter greifen immer öfter ein
Von Udo Kals | 30.07.2010, 14:15
Aachen. Die Zahl der Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen ist im ehemaligen Kreisgebiet im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr sprunghaft gestiegen - um 34,3 Prozent. Landesweit betrug der Anstieg «nur» 6,3 Prozent.
«Wir haben mehr zu tun», bestätigt Raimund Lanser vom Jugendamt der Städteregion, das für Baesweiler, Monschau, Roetgen und Simmerath zuständig ist. Und er sieht einen Grund für diese Tendenz darin, dass die Bevölkerung inzwischen weitaus sensibilisierter sei als früher.
So gebe es mehr Hinweise, auch wenn nicht immer eine Gefährdung vorliege, sagt Lanser. Viel wichtiger für die Entwicklung der Fallzahlen sei die familiäre Situation. So sei immer häufiger eine «Verunsicherung der Eltern» festzustellen. «Manche stoßen subjektiv an ihre Grenzen, sind überfordert und wissen nicht, wie sie zum Wohl ihres Kindes agieren können.»
111 junge Menschen wurden 2009 kreisweit wegen Gefährdung und weitere 27 auf eigenen Wunsch aus den Familien geholt. Letzteres sei schon ein Trend, meint Manfred Schmidt, stellvertretender Leiter des Alsdorfer Jugendamts: «Immer mehr 13- bis 15-Jährige wenden sich mit diesem Wunsch an uns.» Eine weitere Entwicklung aus seiner Sicht: Es müssen immer jüngere Kinder aus den Familien genommen werden.
Wie Schmidt ist auch der Eschweiler Bürgermeister Rudi Bertram der Meinung, dass sich das inzwischen flächendeckend ausgebaute System der Frühen Hilfen positiv bemerkbar mache. «Meine Mitarbeiter sind so viel näher dran. Wir können so viel früher und besser erkennen, was los ist in den Familien und auch präventiv verschiedene Hilfestellungen anbieten», sagt Bertram. Daher seien die Zahlen letzten Endes durchaus auch positiv zu bewerten. Bertram: «Schließlich holen wir viele Fälle aus der Grauzone heraus.»
Mit einer Inobhutnahme greifen Jugendämter ein, wenn Kinder und Jugendliche in einer akuten Gefahrensituation sind. Die Minderjährigen werden dann bei Pflegeeltern oder in Jugendhäusern vorübergehend untergebracht.
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