Sperrungen im Autobahnkreuz Aachen
Aachen. Wegen Kanalarbeiten wird an diesem Wochenende von Freitag, 20 Uhr, bis Sonntag gegen 12 Uhr die Rampe von der A4 aus Köln in Richtung der A44 Düsseldorf (Nord-Ost-Rampe) gesperrt. Die Umleitung erfolgt im Kreuz selbst und ist mit einen roten Punkt gekennzeichnet.
Stadtgespräch: Alsdorf will sein Negativ-Image ablegen
Alsdorf. Nach mehr als zwei Stunden im Seminarraum der Stadthalle war vor allem eins zu spüren: Aufbruchstimmung.
Funke springt beim Jazzfrühschoppen rasch über
Würselen. Altes Gemäuer der Zintzenschen Scheune und Zaumzeug an der Wand, garniert mit ein paar Kerzen und wohligen Strahlern, bildeten ein berauschendes Ambiente. Unterdessen versank auf dem Innenhof des Gutes Kaisersruh der schöne Blumenschmuck in einem Regenschauer nach dem anderen.
Roda würdigt den Träger des Aachener Friedenspreises
Herzogenrath. Es ist eine richtige Delegation, die Marco Arana Zegarra bei seinem offiziellen Besuch im Herzogenrather Rathaus begleitet. Der Arbeitskreis Peru der Pfarre St. Josef in Straß war beinahe vollzählig vertreten, als «sein» Friedenspreisträger sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug.
Dalli erobert Spanien von Sant Adrià aus
Stolberg. Dalli löst die Handbremse und legt einen Gang zu. Das Stolberger Traditionsunternehmen hat das Bleichewerk im spanischen Sant Adrià nahe Barcelona von der zur Henkel Gruppe gehörenden Henkel Ibérica S.A. übernommen.
Kompliment für die Brauchtumspfleger
Baesweiler. Was die Stadt Baesweiler ihren Brauchtumspflegern zu verdanken hat, stellt sie (mindestens) einmal jährlich bei einem Empfang heraus. Im Rathaus an der Mariastraße reihten sich erneut Schützenbruderschaften und Junggesellenvereine mit ihren Majestäten auf. Es ist stets ein prächtiges Bild, das die Vereine durch ihre Präsenz vermitteln.
Funk-AG des Gymnasiums Herzogenrath spricht live mit der ISS
Von Marlon Gego | 08.02.2009, 15:07
Herzogenrath. Als die Verbindung steht, ist es für einen Moment ganz still in der Aula, kein Rauschen, kein Gemurmel, keine Musik. Harald Metzen hebt seine Arme, öffnet den Mund, wartet einen Augenblick, und als die Stimme Edward Finckes klar und deutlich aus den Lautsprechern kommt, klatscht Metzen in die Hände.
Ein bisschen unglaublich
Es hört sich ja wirklich ein bisschen unglaublich an, aber tatsächlich ist es so, dass Metzens Funk-AG des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath am Samstag neun Minuten lang Funkkontakt mit der Internationalen Raumstation ISS gehabt hat, mit Kommandant Edward Fincke.
Zwischen 11.37 und 11.46 Uhr. Nicht irgendwie zufällig, sondern geplant und mit «phantastischer Unterstützung» des Ortsverbandes G14 Herzogenrath des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC), wie Schulleiter Reinhard Granz angemessen feierlich betont.
20 Schüler haben auf der Bühne der Aula Position bezogen, um Fincke Fragen zu stellen, auf Englisch, Fincke ist ja Amerikaner. Wie man die Tage auf einer Raumstation so verbringen mag, welche Experimente man so durchführt, was passiert, wenn jemand ernstlich krank wird, diese Dinge. Fincke antwortet knapp und freundlich, hin und wieder sagt er: «Das ist eine gute Frage.» Fincke ist ein netter Astronaut.
Metzen und die Kollegen vom DARC wuseln unterdessen konzentriert herum, Frequenzen müssen gewechselt werden, die Rotoren der eigens auf dem Schuldach angebrachten Antenne werden ständig neu ausgerichtet, weil die ISS mit 20-facher Schallgeschwindigkeit ihre Erdumlaufbahn bereist. Metzen reibt sich die Stirn und raunt: «Gottseidank, es läuft.»
Um die Größe des Moments angemessen zu würdigen, hat Physiklehrer Manfred Klein mit Hilfe der halben Schule ein ambitioniertes Rahmenprogramm erstellen lassen. Die Schulband spielt, es gibt eine Caféteria, einige Schüler haben Referate vorbereitet, die die mehr als 300 Besucher in der Aula vor der Kontaktaufnahme über Wirken und Wesen der ISS ins Benehmen setzen. Und als dann klar ist, dass die Verbindung mit der ISS zustande gekommen ist, sehen viele aus, als seien sie von ihrer eigenen Ergriffenheit überrascht.
Applaus ins All
Schulleiter Granz ist nervös, ein bisschen jedenfalls, er läuft hin und her und auf und ab und bietet allerorten seine Hilfe an. Granz sagt, er sei doch der Meinung, dass viele Schüler «die Singularität des Ereignisses zu begreifen» in der Lage seien, dieser Tag, sagt er, sei ein großer für die ganze Schule.
Tatsächlich ist es ein großer Tag für die ganze Stadt. Schade, dass die Lokalpolitik daran keinen Anteil nimmt. Ein TV-Sender ist gekommen, ein Radiosender, die Presse sowieso. Minuten nachdem der Kontakt zur ISS abgebrochen ist, melden sich Funker aus der ganzen Republik, die das Gespräch der Schüler mit Fincke angehört haben, und gratulieren der Schule in deren Online-Gästebuch zu dem tollen Erfolg.
Als die ISS irgendwo über der Ukraine ist, endet der Kontakt. Die Aula schickt einen Applaus ins All, den man vermutlich noch in Würselen hört. Ob er auf der ISS angekommen oder im Rauschen des Orbits verschwunden ist, wird man kaum jemals erfahren.
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