Rekorderlös bei Bücherbörse: 12.000 Euro fließen an zwei Vereine
Würselen. In der achten Runde ist es doch noch zu einer echten Premiere gekommen. Einer ganz besonderen, denn die Würselener Bücherbörse sprengte bei ihrer Auflage anno 2010, der achten insgesamt, alle Rekorde. 12.000 Euro wurden am Ende der Spendenveranstaltung im Alten Rathaus gezählt, 2009 waren es 4000 Euro.
«WDR 2 für eine Stadt 2010» gastiert am Mittwoch auf dem Denkmalplatz
Alsdorf. Egal, wie Alsdorf beim Wettbewerb «WDR 2 für eine Stadt 2010» am Mittwoch abschneidet - bereits jetzt stehen erste Gewinner fest.
«Konzert für Haiti» sorgt für Betroffenheit
Alsdorf. Tiefe Betroffenheit und Anteilnahme auf der einen Seite, gute Unterhaltung und Spaß auf der anderen - den rund 300 Besuchern des «Konzerts für Haiti», veranstaltet von den Alsdorfer Musikern Franz Brand und Dieter Kaspari sowie dem Verein Stadtmarketing, wurde in der Stadthalle in einem mehr als dreistündigen Programm einiges geboten - und emotional abverlangt.
Kulturfestival: Programm nimmt Gestalt an
Städteregion. Das Programm für das Kulturfestival in der Städteregion in diesem Sommer nimmt immer konkretere Formen an: Nach den Zusagen der deutschen Rockband Bela B und von Nina Hagen wird auch der renommierte Publizist und Autor Roger Willemsen auftreten, wie die Kulturbeauftragte der Städteregion, Dr. Nina Mika-Helfmeier, am Dienstag mitteilte.
500 Euro Belohnung: Alsdorf sucht Graffiti-Sprayer
Alsdorf. Jede Beobachtung kann zum Erfolg führen: Im Stadtgebiet Alsdorf haben Unbekannte mehrere Parkscheinautomaten und andere öffentliche Einrichtungen, etwa graue Transformatorenkästen, mit hässlichen Graffiti besprüht. Da in allen Fällen dieselben Schriftzüge zu sehen sind, ist davon auszugehen, dass es sich immer um denselben Täter handelt.
Ja-Wort am Sonntag: Standesamt ermöglicht Trauung am 10.10.2010
Baesweiler. Zwar können sich Hochzeitspaare normalerweise nicht an einem Sonntag im Standesamt das Jawort für ein glückliches Leben zu zweit geben, doch macht die Verwaltung in Baesweiler in diesem Fall gern eine Ausnahme: Auch am runden Datum 10.10.2010 sollen Trauungen möglich sein.
Funk-AG des Gymnasiums Herzogenrath spricht live mit der ISS
Von Marlon Gego | 08.02.2009, 15:07
Herzogenrath. Als die Verbindung steht, ist es für einen Moment ganz still in der Aula, kein Rauschen, kein Gemurmel, keine Musik. Harald Metzen hebt seine Arme, öffnet den Mund, wartet einen Augenblick, und als die Stimme Edward Finckes klar und deutlich aus den Lautsprechern kommt, klatscht Metzen in die Hände.
Ein bisschen unglaublich
Es hört sich ja wirklich ein bisschen unglaublich an, aber tatsächlich ist es so, dass Metzens Funk-AG des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath am Samstag neun Minuten lang Funkkontakt mit der Internationalen Raumstation ISS gehabt hat, mit Kommandant Edward Fincke.
Zwischen 11.37 und 11.46 Uhr. Nicht irgendwie zufällig, sondern geplant und mit «phantastischer Unterstützung» des Ortsverbandes G14 Herzogenrath des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC), wie Schulleiter Reinhard Granz angemessen feierlich betont.
20 Schüler haben auf der Bühne der Aula Position bezogen, um Fincke Fragen zu stellen, auf Englisch, Fincke ist ja Amerikaner. Wie man die Tage auf einer Raumstation so verbringen mag, welche Experimente man so durchführt, was passiert, wenn jemand ernstlich krank wird, diese Dinge. Fincke antwortet knapp und freundlich, hin und wieder sagt er: «Das ist eine gute Frage.» Fincke ist ein netter Astronaut.
Metzen und die Kollegen vom DARC wuseln unterdessen konzentriert herum, Frequenzen müssen gewechselt werden, die Rotoren der eigens auf dem Schuldach angebrachten Antenne werden ständig neu ausgerichtet, weil die ISS mit 20-facher Schallgeschwindigkeit ihre Erdumlaufbahn bereist. Metzen reibt sich die Stirn und raunt: «Gottseidank, es läuft.»
Um die Größe des Moments angemessen zu würdigen, hat Physiklehrer Manfred Klein mit Hilfe der halben Schule ein ambitioniertes Rahmenprogramm erstellen lassen. Die Schulband spielt, es gibt eine Caféteria, einige Schüler haben Referate vorbereitet, die die mehr als 300 Besucher in der Aula vor der Kontaktaufnahme über Wirken und Wesen der ISS ins Benehmen setzen. Und als dann klar ist, dass die Verbindung mit der ISS zustande gekommen ist, sehen viele aus, als seien sie von ihrer eigenen Ergriffenheit überrascht.
Applaus ins All
Schulleiter Granz ist nervös, ein bisschen jedenfalls, er läuft hin und her und auf und ab und bietet allerorten seine Hilfe an. Granz sagt, er sei doch der Meinung, dass viele Schüler «die Singularität des Ereignisses zu begreifen» in der Lage seien, dieser Tag, sagt er, sei ein großer für die ganze Schule.
Tatsächlich ist es ein großer Tag für die ganze Stadt. Schade, dass die Lokalpolitik daran keinen Anteil nimmt. Ein TV-Sender ist gekommen, ein Radiosender, die Presse sowieso. Minuten nachdem der Kontakt zur ISS abgebrochen ist, melden sich Funker aus der ganzen Republik, die das Gespräch der Schüler mit Fincke angehört haben, und gratulieren der Schule in deren Online-Gästebuch zu dem tollen Erfolg.
Als die ISS irgendwo über der Ukraine ist, endet der Kontakt. Die Aula schickt einen Applaus ins All, den man vermutlich noch in Würselen hört. Ob er auf der ISS angekommen oder im Rauschen des Orbits verschwunden ist, wird man kaum jemals erfahren.
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