Städteregionsrat feiert mit 32 Kinderprinzen
Baesweiler. Ein Städteregionsrat, der sich immer wieder «klein» machte, die länderübergreifende Polonaise oder eine Kurzfassung des Gänsehaut erzeugenden Steigerliedes: Akzentuierter ließ sich der Kinderprinzenempfang in der Beggendorfer Bürgerhalle kaum gestalten.
Prinzengarde zaubert völlig jecke Welt
Alsdorf. Ach, wenn Alsdorf doch wie Hogwarts wär! Dann könnten die ersehnten Fördermittel getrost Fördermittel bleiben. Stattdessen einfach flugs die Zauberstäbe rausgeholt, marode Schulen weggezaubert und neue hingehext. Tja, wenn. Ist aber nicht so. Allenfalls bei der Sitzung der Alsdorfer Prinzengarde.
Ein Mafioso kommt selten alleine
Herzogenrath. Der Saal im Bürgerhaus war zur großen Jubiläumsmatinee der Mafia restlos gefüllt, und schon beim Einmarsch der «ehrenwerten Herren» erreichte die ausgelassene Laune der zahlreichen Gäste - unter ihnen Bürgermeister Christoph von den Driesch, die Ehrenbürger Petra Meisler und Gerd Schwartz, sowie Reimund Billmann (MdL) - den ersten Höhepunkt.
Pfiffige Büttenreden und ausgefallene Kostüme
Baesweiler. Den Herrn Dirigenten mal so richtig auf den Arm nehmen: Diese Gelegenheit nahm der Kirchenchor St. Petrus Baesweiler gerne wahr. In der eigenen «Arena» - dem Pfarrheim Im Sack - schlug die fröhliche Sangesgemeinschaft eine schräge Schlacht, um sich und das in Scharen eingezogene Publikum lachend toben zu lassen.
Narren kippen in Würselen den Getränkepreis
Würselen. Traditionelles närrisches Gipfeltreffen auf Einladung des Bürgermeisters in der Aula am Wisselsbach: Es begann mit einem beziehungsweise für Raucher mit zwei Paukenschlägen. Einmal verschlugen die Getränkepreise den Jecken die Sprache, zum anderen löste bei den Rauchern das verhängte Verbot Unbehagen aus.
Feuerwehr «löscht» angebranntes Essen
Würselen. Die Freiwillige Feuerwehr Würselen war am Wochenende mehrmals im Einsatz. In Bardenberg meldeten Anrufer eine Geruchsbelästigung. Vor Ort konnte jedoch kein Brand festgestellt werden.
Funk-AG des Gymnasiums Herzogenrath spricht live mit der ISS
Von Marlon Gego | 08.02.2009, 15:07
Herzogenrath. Als die Verbindung steht, ist es für einen Moment ganz still in der Aula, kein Rauschen, kein Gemurmel, keine Musik. Harald Metzen hebt seine Arme, öffnet den Mund, wartet einen Augenblick, und als die Stimme Edward Finckes klar und deutlich aus den Lautsprechern kommt, klatscht Metzen in die Hände.
Ein bisschen unglaublich
Es hört sich ja wirklich ein bisschen unglaublich an, aber tatsächlich ist es so, dass Metzens Funk-AG des Städtischen Gymnasiums Herzogenrath am Samstag neun Minuten lang Funkkontakt mit der Internationalen Raumstation ISS gehabt hat, mit Kommandant Edward Fincke.
Zwischen 11.37 und 11.46 Uhr. Nicht irgendwie zufällig, sondern geplant und mit «phantastischer Unterstützung» des Ortsverbandes G14 Herzogenrath des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC), wie Schulleiter Reinhard Granz angemessen feierlich betont.
20 Schüler haben auf der Bühne der Aula Position bezogen, um Fincke Fragen zu stellen, auf Englisch, Fincke ist ja Amerikaner. Wie man die Tage auf einer Raumstation so verbringen mag, welche Experimente man so durchführt, was passiert, wenn jemand ernstlich krank wird, diese Dinge. Fincke antwortet knapp und freundlich, hin und wieder sagt er: «Das ist eine gute Frage.» Fincke ist ein netter Astronaut.
Metzen und die Kollegen vom DARC wuseln unterdessen konzentriert herum, Frequenzen müssen gewechselt werden, die Rotoren der eigens auf dem Schuldach angebrachten Antenne werden ständig neu ausgerichtet, weil die ISS mit 20-facher Schallgeschwindigkeit ihre Erdumlaufbahn bereist. Metzen reibt sich die Stirn und raunt: «Gottseidank, es läuft.»
Um die Größe des Moments angemessen zu würdigen, hat Physiklehrer Manfred Klein mit Hilfe der halben Schule ein ambitioniertes Rahmenprogramm erstellen lassen. Die Schulband spielt, es gibt eine Caféteria, einige Schüler haben Referate vorbereitet, die die mehr als 300 Besucher in der Aula vor der Kontaktaufnahme über Wirken und Wesen der ISS ins Benehmen setzen. Und als dann klar ist, dass die Verbindung mit der ISS zustande gekommen ist, sehen viele aus, als seien sie von ihrer eigenen Ergriffenheit überrascht.
Applaus ins All
Schulleiter Granz ist nervös, ein bisschen jedenfalls, er läuft hin und her und auf und ab und bietet allerorten seine Hilfe an. Granz sagt, er sei doch der Meinung, dass viele Schüler «die Singularität des Ereignisses zu begreifen» in der Lage seien, dieser Tag, sagt er, sei ein großer für die ganze Schule.
Tatsächlich ist es ein großer Tag für die ganze Stadt. Schade, dass die Lokalpolitik daran keinen Anteil nimmt. Ein TV-Sender ist gekommen, ein Radiosender, die Presse sowieso. Minuten nachdem der Kontakt zur ISS abgebrochen ist, melden sich Funker aus der ganzen Republik, die das Gespräch der Schüler mit Fincke angehört haben, und gratulieren der Schule in deren Online-Gästebuch zu dem tollen Erfolg.
Als die ISS irgendwo über der Ukraine ist, endet der Kontakt. Die Aula schickt einen Applaus ins All, den man vermutlich noch in Würselen hört. Ob er auf der ISS angekommen oder im Rauschen des Orbits verschwunden ist, wird man kaum jemals erfahren.
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