Atsch: Märkte brauchen mehr Verkaufsfläche
Stolberg. Noch in diesem Jahr sollen die Bagger auf dem Kistenplatz an der Eisenbahnstraße anrollen, hofft Dirk Schlun. Wenn es nach dem Geschäftsführer der Schlun Real Estate geht, steht das Konzept und die Partner für zwei Märkte als Ankerpunkte der Umwandlung der alten Industriebrache in eine Gewerbefläche sind mit im Boot.
19-Jähriger Stolberger verliert Kontrolle über seinen Pkw
Stolberg/Aachen. Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Pkw am Donnerstagmorgen verletzten sich die beiden Fahrer und mussten zunächst ins Krankenhaus gebracht werden.
25 Jahre alt und noch immer druckfrisch
Stolberg. Seit einem Vierteljahrhundert informiert das Senioren-Magazin bereits die Bewohner des Seniorenwohn- und Sozialzentrums Stolberg im Amselweg. In den Anfängen wurde das Magazin mit der Schreibmaschine erstellt und das kleine Heftchen im DIN A 5 Format schwarzweiß kopiert.
Eifelsteig-Marsch und Nordeifel-Wandertag lockt Wanderer
Stolberg-Venwegen. Der 1. Internationale Eifelsteig-Marsch (Anmeldung nicht mehr möglich) startet am Samstag mit 146 Teilnehmern mit Distanzen wahlweise von 50, 42 und 30 Kilometern.
EVS-Cup: Für Vichttal ist Eicherscheid erneut Endstation
Stolberg-Breinig. Erneut bedeutete die Germania aus Eicherscheid für den VfL die Endstation. Nach dem Aus beim eigenen Turnier auf dem Dörenberg unterlagen die Vichttaler diesmal im Achtelfinale des EVS-Cups in Breinig im Elfmeterschießen gegen Eicherscheid, nachem es nach regulärer Spielzeit 0:0 geheißen hatte.
Jugendämter greifen immer öfter ein
Aachen. Die Zahl der Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen ist im ehemaligen Kreisgebiet im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr sprunghaft gestiegen - um 34,3 Prozent. Landesweit betrug der Anstieg «nur» 6,3 Prozent.
«Mit Vorpreschen» das Gericht milde gestimmt
| 26.01.2010, 14:58
Stolberg. Ein Jahr und sechs Monate legte die 1. große Strafkammer auf die bereits vor zwei Jahren verhängten sieben Jahre wegen Drogenhandels.
Für ihr Urteil wegen Beihilfe zu Anbau, Herstellung sowie Handel von Drogen in insgesamt 52 Fällen und in einer weiteren Anklage wegen Drogenhandels in 16 Fällen hatte die Kammer insbesondere die von Anfang an bestehende Aussagebereitschaft des Angeklagten berücksichtigt. «Sein Vorpreschen war bahnbrechend für dieses Verfahren», sagte der Vorsitzende Richter Arno Bormann: «Dieses bahnbrechende Geständnis hat die Strategie des Verteidiges des Mitangeklagten zerstört, das soll sich auch lohnen.»
Das Verfahren gegen den 43 Jahre alten Angeklagten aus Aachen führt die Kammer nun gesondert weiter. Dieser habe sich vergleichsweise sehr schwer getan.
Er führte mehrere Jahre mit dem jetzt Verurteilten einen umfangreichen Grow Shop zunächst in Aachen, dann in der Elgermühle. Dieser habe gewusst, dass das Equipment zum Herstellen von Cannabis-Plantagen genutzt werden sollte und die Kunden dies auch so vorgehabt hatten - für den Eigenkonsum oder aber auch für den Handel. In Einzelfällen habe es darüber hinaus auch eine Beratung gegeben. «Es besteht kein Zweifel, dass das Betreiben eines solchen Geschäfts strafbar ist», betonte die Kammer. Angesichts der Anzahl und auch einiger gewichtiger Fälle hätte das Urteil auch noch sehr viel höher ausfallen können. Allerdings seien die acht Jahre und sechs Monate eine empfindliche Strafe. «Wer sich so umtriebig zeigt, kann nicht davon ausgehen, unbeschadet rauszukommen», sagte Arno Bormann.
Angesichts der umfassenden Geständigkeit des Angeklagten, der «viel getan hat, um gut rauszukommen», und den während der bereits zweijährigen Haftstrafe eingeleiteten Resozialisierungsmaßnahmen wolle die Kammer dem Stolberger aber auch keine weiteren Steine in den Weg legen. Er kann sich nun Hoffnungen auf einen offenen Vollzug machen und hat nach Aussage seines Verteidiger Manfred Dickau dann auch einen Job in Aussicht.
Mit dem Urteil folgt die Kammer dem Antrag von Staatsanwalt Lutz Dickau, blieb aber über dem Vorschlag von Verteidigern Jutta Frommhold, sich mit einer Gesamtstrafe von acht Jahren zu begnügen. Ihr Mandant habe sich in einer Grauzone der Legalität bewegt und sei vom Arbeitsamt in diesen Job vermittelt worden. Allerdings folgte das Landgericht deme Antrag der Verteidigerin, den Wertersatzverfall in Höhe von 50.000 Euro aus dem alten Urteil bestehen zu lassen, um dem 44-Jährigen Perspektiven nach der Haftentlassung nicht zu verbauen.
Das Urteil ist rechtskräftig: Verteidigung und Staatsanwaltschaft verzichteten auf Revision. Die Verhandlung gegen den Aachener soll morgen fortgesetzt werden.
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