Stolberg mischt mit bei der iTB in Berlin
Stolberg/Berlin. Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn soll Nachfolger von Helmut Etschenberg als Vorsitzender der Eifel Touristik e.V. werden. Das hat der Städteregionsrat auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin erklärt.
Grundschule Zweifall: Förderverein will gemeinnützige Gesellschaft gründen
Stolberg-Zweifall. Die Rolle des Pioniers übernimmt sie gerne. «Wir waren schon immer ein bisschen schneller und weiter als die anderen», stellt Andrea Prym-Bruck zufrieden fest.
Neue Polizeidienststelle liegt im Zentrum des Bezirks
Stolberg-Vicht. Zentraler als in Vicht geht es kaum: Wenn man sich den Bezirk anschaut, für den Franz-Josef Meyers und Peter Jussen zuständig sind, dann liegt ihre neue Dienststelle fast im Mittelpunkt des Gebiets.
CDU und SPD: Wenig Gemeinsames in puncto Gesamtschule
Stolberg. Anfang März sind sie rausgegangen, die Fragebögen, mit denen die Stadt den Bedarf für eine Gesamtschule ermitteln will. Und während Eltern für die Beantwortung noch ein paar Tage Zeit haben, nehmen die beiden großen Parteien schon eine erste Bewertung vor, die unterschiedlicher nicht ausfallen könnte.
Herlitzius: Kommunen verlieren 137 Millionen
Städteregion. Die grüne Bundestagsabgeordnete Bettina Herlitzius schlägt Alarm: Die zehn Kommunen in der Städteregion müssten künftig mit jährlichen Steuerausfällen in Höhe von rund 107 Millionen Euro rechnen, wenn das von der FDP geplante dreistufige Einkommensteuermodell eingeführt werden sollte.
Von der Muse geküsst: Kuss-Quartett begeistert «Accordate»-Publikum
Stolberg/Aachen. Es ist nicht gerade leichte Kost gewesen, die das junge Kuss-Quartett dem Accordate-Publikum im vollbesetzten Aachener Krönungssaal unter dem Motto «Wien 1826» serviert hat.
Auf den Spuren von Klitschko und Maske
Von Sabrina Hüttermann | 19.05.2009, 16:00
Stolberg. Boxen ist ein Sport, der polarisiert. Man lebt für diesen Sport oder verachtet ihn und stempelt ihn ab als eine inhaltslose Disziplin für brutale Schläger. Umso besser, dass es junge Talente wie Max Keller aus Stolberg gibt, die das Gegenteil des Letzteren beweisen.
Dass Boxen eine nicht immer populäre Sportart ist, weiß auch sein Trainer und Manager des Eilendorfer «Tai Kien Boxen»-Vereins, Josef Gottfried: «Viele verwechseln den Profisport mit dem Amateurboxen, das wir betreiben. Uns geht es vor allem darum, die vielfältigen Bewegungsdefizite der heutigen Jugend zu beheben und ihre Koordination zu fördern.»
Dazu versuchen sie auch mit Werbeaktionen in Schulen und Veranstaltungen wie dem Mittelrhein-Pokal in diesem Juli für das Boxen zu begeistern.
Auch Max´ Familie stand dem Hobby ihres Sohnes anfangs skeptisch gegenüber. «Wie viele dachten auch sie, Boxen sei ein brutaler Sport, und meine Mutter hat sich zu Beginn auch nicht mit eingebracht», erinnert sich Max. Eine hohe Verletzungsgefahr besteht im Amateurboxen tatsächlich nicht. Vorschriften wie Mundschutz und Helm werden im Training und bei Wettkämpfen immer eingehalten. «Nach meinem Sieg bei den Meisterschaften haben sich meine Eltern auch riesig gefreut, Mittlerweile verstehen sie den Sport sehr gut und fibern immer mir», so der 17-Jährige.
Noch mehr gefreut hat sich wahrscheinlich nur sein Trainer. «Der Junge wird noch mal Europameister - ich habe noch nie ein solches Talent im Boxen gesehen», schwärmt Achim John. Er muss es schließlich wissen. In dreißig Jahren Boxsport und unzähligen Titeln ist Max für seinen Trainer John ein «Rohdiamant».
Dabei übt der Stolberger den Faustkampf erst seit knapp zweieinhalb Jahren aus. «Angefangen habe ich mit Judo, was ich sechs Jahre lang gemacht habe. Dann habe ich mich im Fußball versucht - da war ich aber relativ talentfrei», grinst Max und betritt den Ring in seinem Heimatverein in Eilendorf.
Für ihn ist Mannschaftssport kein Thema. Er mag es, sich im Ring auf sportlicher Ebene zu messen - Mann gegen Mann. «Wenn man alleine im Ring steht, bekommt man seine Fehler direkt mit», erklärt Max, während er sich warm macht. Er habe viel durch den Sport gelernt und sei selbstbewusster geworden. Vor allem mag Max am Boxen, dass es keine Obergrenze an Leistung gibt. Dafür trainiert er auch sechs Mal pro Woche.
Abitur am Goethe-Gymnasium
Auf die Frage ob die Schule da nicht zu kurz komme, antwortet er überlegt: «Die Schule kommt natürlich an erster Stelle. Das Boxen lässt sich nicht in Noten festhalten und ist nichts Sicheres für die Zukunft.» Deshalb möchte Max auch sein Abitur am Goethe-Gymnasium machen.
«Natürlich würde ich gerne in den Profi-Boxsport wechseln, aber bis dahin ist noch ein weiter Weg zu beschreiten», meint er sachlich. Euphorischer fällt die Perspektive seines Trainers aus. Achim John ist überzeugt: «Max kann es ganz nach oben schaffen, auf Augenhöhe mit Idolen wie Wladimir Klitschko oder Henri Maske.»
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