Stawag, EWV und Stadtwerke Jülich erhöhen Gaspreise
Aachen/Stolberg/Jülich. Mit Stawag, EWV und den Stadtwerken Jülich erhöhen die mehrere große Gasversorger der Aachener Region zum 1. April ihre Preise. Die Tarife der Stawag steigen um 0,6 Cent pro Kilowattstunde, die Grundpreise bleiben unverändert.
Goethe-Gymnasium: Kämmerer sieht Alternative zum Mensabau
Stolberg. Es ist eigentlich eine längst beschlossene Sache, dass das Goethe-Gymnasium wie geplant seine neue Mensa mitsamt der Erweiterungsräume bekommt. Eigentlich. Denn die Situation hat sich geändert, die Stadt ist aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht mehr alleiniger Herr der Lage.
Pflege: Noch tragen Familien die Hauptlast
Aachen. Die beiden Befunde lassen aufhorchen: Überdurchschnittlich viele Menschen in der Städteregion sind pflegebedürftig, gleichzeitig weist die Städteregion eine der niedrigsten Quoten bei der stationären Versorgung in Nordrhein-Westfalen auf.
SPD: Friedhofsgebühren nicht mehr subventionierbar
Stolberg. Erste Vorstellungen, wie weitreichend die Sparbemühungen der Kupferstadt sein werden, verriet Dieter Wolf jetzt am Rande eines SPD-Parteitages.
Geldinstitute warnen vor Manipulation am Automaten
Würselen/Stolberg. Die Bankinstitute der Städteregion sind alarmiert. Erneut haben Kriminelle versucht, an Geldautomaten die Daten von EC-Karten auszulesen. Betroffen war diesmal laut einem Sprecher der Deutschen Bank eine Geschäftsstelle in der Würselener Kaiserstraße.
Grundschule Büsbach: Unterricht zwischen Deckenstützen
Stolberg-Büsbach. In mehreren Klassenräumen der Grundschule Bischofstraße in Büsbach sind seit über einem halben Jahr die Decken zweier Klassenräume einsturzgefährdet; eine der Klassen musste seither geschlossen bleiben. Im Computerraum arbeiten die Kinder zwischen stützenden Eisenstangen in einer bedrückenden Atmosphäre.
Auf den Spuren von Klitschko und Maske
Von Sabrina Hüttermann | 19.05.2009, 16:00
Stolberg. Boxen ist ein Sport, der polarisiert. Man lebt für diesen Sport oder verachtet ihn und stempelt ihn ab als eine inhaltslose Disziplin für brutale Schläger. Umso besser, dass es junge Talente wie Max Keller aus Stolberg gibt, die das Gegenteil des Letzteren beweisen.
Dass Boxen eine nicht immer populäre Sportart ist, weiß auch sein Trainer und Manager des Eilendorfer «Tai Kien Boxen»-Vereins, Josef Gottfried: «Viele verwechseln den Profisport mit dem Amateurboxen, das wir betreiben. Uns geht es vor allem darum, die vielfältigen Bewegungsdefizite der heutigen Jugend zu beheben und ihre Koordination zu fördern.»
Dazu versuchen sie auch mit Werbeaktionen in Schulen und Veranstaltungen wie dem Mittelrhein-Pokal in diesem Juli für das Boxen zu begeistern.
Auch Max´ Familie stand dem Hobby ihres Sohnes anfangs skeptisch gegenüber. «Wie viele dachten auch sie, Boxen sei ein brutaler Sport, und meine Mutter hat sich zu Beginn auch nicht mit eingebracht», erinnert sich Max. Eine hohe Verletzungsgefahr besteht im Amateurboxen tatsächlich nicht. Vorschriften wie Mundschutz und Helm werden im Training und bei Wettkämpfen immer eingehalten. «Nach meinem Sieg bei den Meisterschaften haben sich meine Eltern auch riesig gefreut, Mittlerweile verstehen sie den Sport sehr gut und fibern immer mir», so der 17-Jährige.
Noch mehr gefreut hat sich wahrscheinlich nur sein Trainer. «Der Junge wird noch mal Europameister - ich habe noch nie ein solches Talent im Boxen gesehen», schwärmt Achim John. Er muss es schließlich wissen. In dreißig Jahren Boxsport und unzähligen Titeln ist Max für seinen Trainer John ein «Rohdiamant».
Dabei übt der Stolberger den Faustkampf erst seit knapp zweieinhalb Jahren aus. «Angefangen habe ich mit Judo, was ich sechs Jahre lang gemacht habe. Dann habe ich mich im Fußball versucht - da war ich aber relativ talentfrei», grinst Max und betritt den Ring in seinem Heimatverein in Eilendorf.
Für ihn ist Mannschaftssport kein Thema. Er mag es, sich im Ring auf sportlicher Ebene zu messen - Mann gegen Mann. «Wenn man alleine im Ring steht, bekommt man seine Fehler direkt mit», erklärt Max, während er sich warm macht. Er habe viel durch den Sport gelernt und sei selbstbewusster geworden. Vor allem mag Max am Boxen, dass es keine Obergrenze an Leistung gibt. Dafür trainiert er auch sechs Mal pro Woche.
Abitur am Goethe-Gymnasium
Auf die Frage ob die Schule da nicht zu kurz komme, antwortet er überlegt: «Die Schule kommt natürlich an erster Stelle. Das Boxen lässt sich nicht in Noten festhalten und ist nichts Sicheres für die Zukunft.» Deshalb möchte Max auch sein Abitur am Goethe-Gymnasium machen.
«Natürlich würde ich gerne in den Profi-Boxsport wechseln, aber bis dahin ist noch ein weiter Weg zu beschreiten», meint er sachlich. Euphorischer fällt die Perspektive seines Trainers aus. Achim John ist überzeugt: «Max kann es ganz nach oben schaffen, auf Augenhöhe mit Idolen wie Wladimir Klitschko oder Henri Maske.»
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