Sperrungen im Autobahnkreuz Aachen
Aachen. Wegen Kanalarbeiten wird an diesem Wochenende von Freitag, 20 Uhr, bis Sonntag gegen 12 Uhr die Rampe von der A4 aus Köln in Richtung der A44 Düsseldorf (Nord-Ost-Rampe) gesperrt. Die Umleitung erfolgt im Kreuz selbst und ist mit einen roten Punkt gekennzeichnet.
Auflieger verloren: Jägerhausstraße gesperrt
Stolberg-Zweifall. Auf der Jägerhausstraße zwischen Zweifall und Raffelsbrand hat sich am Freitagmorgen während der Fahrt der Auflieger von einer Sattelzugmaschine gelöst.
Dalli erobert Spanien von Sant Adrià aus
Stolberg. Dalli löst die Handbremse und legt einen Gang zu. Das Stolberger Traditionsunternehmen hat das Bleichewerk im spanischen Sant Adrià nahe Barcelona von der zur Henkel Gruppe gehörenden Henkel Ibérica S.A. übernommen.
Querschnittsgelähmte Frau bei Brand schwer verletzt
Stolberg. Mit schweren Verbrennungen musste in der Nacht zum Donnerstag eine 78-jährige Bewohnerin des Samaritanerheims in Stolberg in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
«Leistung ist für mich etwas Positives»
Stolberg/Eschweiler. An der AF North International School (AIS) des NATO-Stützpunkts in Brunssum unterrichtete er Kinder von Soldaten aus aller Welt, am Stolberger Goethe-Gymnasium war lange Zeit stellvertretender Schulleiter. Nun hat Dr. Friedhelm Mersch den nächsten Schritt gemacht: Seit dem 1. August ist der 58-Jährige Chef am Städtischen Gymnasium Eschweiler.
Neue Zufahrt zur gesperrten P+R-Anlage
Stolberg. «Es ist bedauerlich, wie wir über einen Sachverhalt diskutieren, der die Bürger sehr bewegt», brachte Reiner Jopke (SPD) die Debatte im Bauausschuss auf den Punkt.
Auf den Spuren von Klitschko und Maske
Von Sabrina Hüttermann | 19.05.2009, 16:00
Stolberg. Boxen ist ein Sport, der polarisiert. Man lebt für diesen Sport oder verachtet ihn und stempelt ihn ab als eine inhaltslose Disziplin für brutale Schläger. Umso besser, dass es junge Talente wie Max Keller aus Stolberg gibt, die das Gegenteil des Letzteren beweisen.
Dass Boxen eine nicht immer populäre Sportart ist, weiß auch sein Trainer und Manager des Eilendorfer «Tai Kien Boxen»-Vereins, Josef Gottfried: «Viele verwechseln den Profisport mit dem Amateurboxen, das wir betreiben. Uns geht es vor allem darum, die vielfältigen Bewegungsdefizite der heutigen Jugend zu beheben und ihre Koordination zu fördern.»
Dazu versuchen sie auch mit Werbeaktionen in Schulen und Veranstaltungen wie dem Mittelrhein-Pokal in diesem Juli für das Boxen zu begeistern.
Auch Max´ Familie stand dem Hobby ihres Sohnes anfangs skeptisch gegenüber. «Wie viele dachten auch sie, Boxen sei ein brutaler Sport, und meine Mutter hat sich zu Beginn auch nicht mit eingebracht», erinnert sich Max. Eine hohe Verletzungsgefahr besteht im Amateurboxen tatsächlich nicht. Vorschriften wie Mundschutz und Helm werden im Training und bei Wettkämpfen immer eingehalten. «Nach meinem Sieg bei den Meisterschaften haben sich meine Eltern auch riesig gefreut, Mittlerweile verstehen sie den Sport sehr gut und fibern immer mir», so der 17-Jährige.
Noch mehr gefreut hat sich wahrscheinlich nur sein Trainer. «Der Junge wird noch mal Europameister - ich habe noch nie ein solches Talent im Boxen gesehen», schwärmt Achim John. Er muss es schließlich wissen. In dreißig Jahren Boxsport und unzähligen Titeln ist Max für seinen Trainer John ein «Rohdiamant».
Dabei übt der Stolberger den Faustkampf erst seit knapp zweieinhalb Jahren aus. «Angefangen habe ich mit Judo, was ich sechs Jahre lang gemacht habe. Dann habe ich mich im Fußball versucht - da war ich aber relativ talentfrei», grinst Max und betritt den Ring in seinem Heimatverein in Eilendorf.
Für ihn ist Mannschaftssport kein Thema. Er mag es, sich im Ring auf sportlicher Ebene zu messen - Mann gegen Mann. «Wenn man alleine im Ring steht, bekommt man seine Fehler direkt mit», erklärt Max, während er sich warm macht. Er habe viel durch den Sport gelernt und sei selbstbewusster geworden. Vor allem mag Max am Boxen, dass es keine Obergrenze an Leistung gibt. Dafür trainiert er auch sechs Mal pro Woche.
Abitur am Goethe-Gymnasium
Auf die Frage ob die Schule da nicht zu kurz komme, antwortet er überlegt: «Die Schule kommt natürlich an erster Stelle. Das Boxen lässt sich nicht in Noten festhalten und ist nichts Sicheres für die Zukunft.» Deshalb möchte Max auch sein Abitur am Goethe-Gymnasium machen.
«Natürlich würde ich gerne in den Profi-Boxsport wechseln, aber bis dahin ist noch ein weiter Weg zu beschreiten», meint er sachlich. Euphorischer fällt die Perspektive seines Trainers aus. Achim John ist überzeugt: «Max kann es ganz nach oben schaffen, auf Augenhöhe mit Idolen wie Wladimir Klitschko oder Henri Maske.»
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