News / Gesundheit

Eine Hodentorsion ist ein ernstzunehmender Notfall

(ddp) | 03.02.2010, 07:16

Karlsruhe. Plötzlich auftretende, sehr starke Schmerzen im Hoden, die in die Leistengegend und den Unterbauch ausstrahlen - das sind typische Anzeichen einer Hodentorsion, erklärt Michael Rug, Vorsitzender des Landesverbands Baden im Berufsverband der Deutschen Urologen. Später schwellen Hoden und Hodensack stark an.

In einem solchen Fall muss so schnell wie möglich operiert werden. «Geschieht dies nicht innerhalb von sechs Stunden, entstehen irreparable Schäden bis hin zum Absterben des Hodens. Er muss dann entfernt werden», erläutert der Urologe aus Karlsruhe.

Ursache des Problems ist eine Drehung des Hodens inklusive Samenstrang um seine eigene Achse. Dabei wird die Blutversorgung zum Hoden abgeschnürt. Eine solche Hodentorsion kann in jedem Lebensalter auftreten, sie kommt aber häufiger bei Kindern im ersten Lebensjahr und in der Pubertät vor, berichtet der Experte.

Grund für die unerwünschte Drehung ist eine überdurchschnittliche Beweglichkeit der Hoden innerhalb des Hodensacks. Die Hoden sind unzureichend an den Hodenhüllen fixiert, erklärt Rug. Warum das auftritt, ist bislang unklar - eine familiäre Veranlagung besteht nach Ansicht des Experten nicht.

Bei der Operation wird am Hodensack ein Schnitt durchgeführt und die Hoden und Samenstränge werden wieder in ihre natürliche Position gebracht. Zusätzlich näht der Operateur beide Hoden an der Innenseite des Hodensacks fest, damit einer erneuten Hodentorsion vorgebeugt wird, erklärt der Urologe.



Die Schlagzeilen des Tages per E-Mail

Die wichtigsten Meldungen vom Tage in der Region im Posteingang. Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter.




Die Aachener Zeitung macht mobil

Unsere Handydienste im Überblick: vom SMS-Ticker bis zu den Alemannia-News in der Rubrik Handy.


Strände, Menschen, traumhafte Landschaften

Wohin soll's gehen im Urlaub? Tipps, Service und Reportagen für die schönsten Tage des Jahres in der Rubrik News/Reisen