Durchfall durch Rotaviren breitet sich in der Kälte besser aus
London. Steigt die Temperatur um ein Grad, nimmt zwei bis drei Wochen später die Zahl der vom Rotavirus verursachten Durchfallerkrankungen um 13 Prozent ab. Das hat ein britisch-niederländisches Forscherteam berechnet, nachdem es die Zahlen zu Rotavirus-Infektionen in Großbritannien und Holland unter die Lupe genommen und mit aktuellen Wetterdaten verglichen hatte.
Soja enthält Wirkstoffe mit potenziellem Anti-Krebs-Effekt
Philadelphia. Soja könnte in Zukunft ein natürliches Medikament gegen Krebs liefern. Zu diesem Schluss sind US-Forscher über einen Umweg gekommen: Sie hatten entdeckt, dass es im Körper von Taufliegen eine Gruppe von Substanzen gibt, die offenbar Zellen in den Selbstmord treiben können - eine Wirkung, die ebenso als Schlüsselfaktor für die Krebsvorbeugung gilt wie auch für die Entwicklung neuer Krebsmedikamente.
Weltaidsbericht: Weniger neue Infektionen und Tote
Peking/Genf. Die Zahl neuer Aids-Infektionen ist in den vergangenen acht Jahren weltweit um 17 Prozent gesunken. Auch sterben heute weniger Menschen an der Immunschwächekrankheit. Dennoch leben mit 33,4 Millionen mehr Menschen als je zuvor mit dem Aidserreger HIV im Blut. Das geht aus dem Weltaidsbericht der Vereinten Nationen (UN) hervor, der am Dienstag in Shanghai vorgestellt wurde.
Institut: Mittel gegen Depressionen wirkt nicht
Köln. Ein seit mehr als 20 Jahren zugelassenes Medikament gegen Depressionen ist nach umfassenden wissenschaftlichen Studien praktisch wirkungslos.
Schütteltest hilft bei Suche nach frischen Nüssen
Bonn. Beim Kauf von Nüssen im Supermarkt sollte man genau hinschauen: Nüsse können leicht ranzig werden, schimmeln und sogar gesundheitsschädliche Stoffe bilden, teilt der aid Infodienst Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft mit.
Quecksilber in Creme zum Hautbleichen gefunden
Koblenz. Nach dem Fund von Quecksilberspuren in einer Creme warnt das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt (LUA) vor gesundheitsschädlichen Mitteln zum Bleichen der Haut oder Entfernen von Sommersprossen.
Mit Allergien richtig umgehen
| 26.06.2009, 17:40
Eschweiler. «Allergie - das richtige Management» ist das inzwischen bereits 33. Medizin-Forum unserer Zeitung überschrieben, zu dem wir in Zusammenarbeit mit dem St.-Antonius-Hospital und niedergelassenen Ärzten für Dienstag, 14. Juli, in den Talbahnhof einladen. Der Informationsabend unter der bewährten Leitung von Professor Dr. Carl-Johannes Schuster beginnt um 19 Uhr.
Nach Schätzungen des Allergiker und Asthma-Bundes leiden ca. 30 Millionen Deutsche an einer Allergie mit jährlich steigenden Zuwachsraten.
Man kann davon ausgehen, dass die Allergien pro Jahrzehnt um ca. 30 Prozent zunehmen. Dies gilt auch für schwere Erkrankungen wie Asthma und Neurodermitis.
Neurodermitis ist ein Sammelbegriff für stark juckende Dermatosen (Hauterkrankungen), bei denen die Beteiligung des Nervensystems vermutet wird.
Nach der amerikanischen Asthma- und Allergie-Foundation ist Asthma die einzige chronische Krankheit neben Aids mit zunehmender Sterblichkeit. Als Ursache für die Zunahme der Allergien wurden lange Zeit einzig Umweltschadstoffe verantwortlich gemacht.
Allergologen verdächtigen heute aber auch unser übertriebenes Umweltbewusstsein. In isolierten, überheizten Räumen sammeln sich besonders z.B. Hausmilben und Tierallergene an, die häufig allergieauslösend sein können.
Nach Angabe des Allergiker- und Asthma-Bundes ist inzwischen jeder dritte Deutsche Allergiker.
Im einzelnen: Von der Gesamtbevölkerung leiden 12 Prozent an Heuschnupfen, 10 Prozent an Asthma, 9 Prozent an Kontaktallergien, 5 Prozent an Nahrungsmittelallergien, 4 Prozent an Neurodermitis und 4 Prozent an Insektengiftallergien.
Die unterschiedlichen Erscheinungsweisen einer Allergie erfordern auch eine fachübergreifende Zusammenarbeit von Ärzten, um eine bestmögliche Behandlung zu gewährleisten. Dies ist nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Allergiespezialisten, wie Dermatologen, HNO-Ärzten, Pulmonologen und anderen hochspezialisierten Allergie erfahrenen Ärzten möglich.
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