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Freizeitwissenschaft: Ausflüge und Museumsbesuche organisieren

(dpa) | 08.03.2010, 07:26

Bremen. Viele legen sich in ihrer Freizeit einfach aufs Sofa. Andere erwarten ein bisschen mehr. Freizeitgestaltung ist zu einer echten Aufgabe geworden.

Manche kümmern sich deshalb beruflich darum, möglichst viele attraktive Angebote zur Freizeitgestaltung zu machen. Und wenn das Hand und Fuß haben soll, können sie dafür sogar ein akademisches Fundament legen: Angewandte Freizeitwissenschaft heißt der entsprechende Studiengang.

«Es gibt viele Studierende, die sagen, das ist genau der Studiengang für mich», erklärt Prof. Rainer Hartmann, der das Fach an der Hochschule Bremen lehrt. «Andere finden, einfach nur 'Freizeitwissenschaft, das klingt ja nett und ist bestimmt nicht kompliziert'.» Das seien allerdings häufig diejenigen, die das Studium als Erstes abbrechen.

Denn jeder weiß zwar, was Freizeit ist. Aber noch lange nicht, wie sie sich so organisieren lässt, dass beim Besuch eines Mitmachmuseums, Hochseilgartens oder Freizeitparks auch die zufrieden sind, die nicht einfach nur bespaßt werden wollen. «Das Studium ist deshalb vielseitig», sagt Hartmann: «Man lernt etwas über Pädagogik, Marketing, Management und nachhaltige Entwicklung.»

Stellt sich die Frage, was man damit hinterher macht. «Wir haben 2009 eine Absolventenbefragung durchgeführt», sagt Hartmann. «Rund 80 Prozent aller berufstätigen Absolventen haben eine im weitesten Sinn studienspezifische Stelle gefunden.» Im weitesten Sinn kann vieles heißen: So arbeitet eine Absolventin als «Event- und Conference Planner» bei Canadian Tours International in Toronto, ein anderer beim Stadtmarketing in Ahaus, eine im Klimahaus in Bremerhaven.

Der Studiengang ist beliebt: «Es gibt für die 60 Studienplätze pro Jahr etwa das Fünffache an Bewerbern», sagt Hartmann. Studienbeginn ist jeweils zum Wintersemester. Praxiserfahrung wird vorausgesetzt. Mindestens sechs Wochen in Form eines Praktikums müssen nachgewiesen werden. Verwandte Angebote sind zum Beispiel «Leisure and Tourism Management» in Stralsund sowie «Sport- und Freizeitmanagement» in Berlin.



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