Bob Dylan zeigt erstmals große Gemälde
Kopenhagen. Der rastlose Bob Dylan jetzt auch als Maler großer Bilder im Kunstmuseum: In der dänischen Nationalgalerie («Statens Museum for Kunst») sind ab diesem Wochenende in Kopenhagen 40 Acryl-Gemälde des 69-jährigen US-Musikers mit legendärem Ruf zu sehen.
David Garrett: Die zwei Karrieren des Wunderkinds
Aachen/New York. Kaum vorstellbar, dass David Garrett in den ersten 17 Jahren seines Lebens quasi in einer Blase lebte: Die Rhythmen von Pop- und Rockmusik drangen dort nicht an sein Ohr. Stattdessen verbrachte der 1980 in Aachen geborene Sohn einer amerikanischen Primaballerina und eines deutschen Juristen seine Zeit mit den Noten von Bach, Beethoven und Schostakowitsch.
Isabel Allende erhält Chiles Nationalpreis
Santiago de Chile. Die chilenische Erfolgsautorin Isabel Allende («Das Geisterhaus») hat den Nationalpreis für Literatur ihres Landes erhalten. Die Preisvergabe war vor allem bei Intellektuellen umstritten.
Fans bejubeln Supertramps Tourauftakt
Halle/Westfalen. Etwa 4600 Fans der Pop-Rock-Gruppe Supertramp haben am Donnerstagabend das Auftaktkonzert der Europatournee in Halle/Westfalen bejubelt. 40 Jahre nach Erscheinen ihres ersten Albums präsentierten die Briten um den Gründer Rick Davies ihre «Greatest Hits».
Rapper T.I. unter Drogenverdacht festgenommen
Los Angeles. Der amerikanische Rapper T.I. (29) ist fünf Monate nach seiner Haftentlassung erneut festgenommen worden.
Antonia aus Tirol nicht mehr auf Intensivstation
Frankfurt/Main. Nach ihrem schweren Autounfall bei Bad Homburg hat die Schlagersängerin Antonia aus Tirol (30) inzwischen die Intensivstation verlassen. «Ihr Zustand ist stabil», sagte Andreas Weber vom Management der Künstlerin.
Großartiger Abend mit Keane im Kölner E-Werk
Von Thorsten Karbach | 17.06.2009, 11:19
Köln Weniger war bei Keane immer mehr. Mit Klavier und Schlagzeug sind die Musiker aus Sussex in die vorderste Reihe britischer Popbands gerauscht.
Es war ein großartiger Abend - für das Publikum und die Band, die von der Begeisterung getragen wurden. Es war ein Konzert wie ein Selbstläufer, angetrieben von einem aufgedrehten Sänger Tom Chaplin und mit Energie geladen von Pianist Tim Rice-Oxley und Schlagzeuger Richard David Hughes - dazu gab es auch noch eine saubere Basslinie von Jesse Quin. Chaplin war ungemein präsent, so dass man ihm auch seine etwas übertriebene Gestik verzeihen mochte, bisweilen verrenkte er die Arme wie ein Musikazubi in einer Castingshow. Nur dass er besser singen kann als die dort gezüchteten Popsternchen. Mit «Bend and break», «This is the last time», «Somewhere Only We Know» , «Everybody´s Changing» oder dem Schlussakkord «Bedshaped» (alle von «Hopes and Fears») waren es in erster Linie die Frühwerke der Band, die die Akzente setzen.
Immer wenn Chaplin für neuere Songs (etwa «Spiralling») die Gitarre um den Hals baumeln ließ, konnte zwar rhythmisch geklatscht aber auch schnell wieder vergessen werden. Denn dann klangen Keane so wie Neue Deutsche Welle mit etwas mehr Sinn im Gesang. Aber diese Belanglosigkeiten waren nur spärlich ins Programm gebastelt - gut so. Die emotionalen Balladen dominierten, mit «Early Winter» - eigentlich von Gwen Stefani gesungen aber eben von Rice-Oxley geschrieben - wurde ein ganz feiner Akzent gesetzt. Ein richtiger Weniger-ist-mehr-Song. Ein gutes Stück Keane.
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