Hans von Aachen: Für seine Zeit ganz erstaunlich «modern»
Aachen. Der Lehrer sei Flame gewesen und die Technik sei auch flämisch, schrieb Karel van Mander 1604 über Hans von Aachen in seinem Schilder-Boeck (Maler-Buch). So einfach ist das. Oder nicht? Wer durch die am Mittwoch offiziell eröffnete Ausstellung im Suermondt-Ludwig-Museum geht, findet viele Argumente für diese Einordnung. Aber auch dagegen.
Geschwungene Liebesmelodie siegt übers Kampfthema
Aachen. Das 6. Aachener Meisterkonzert vermittelte eine Bekanntschaft mit der Russischen Nationalphilharmonie. Sie präsentierte sich, wie bei russischen Klangkörpern üblich, in größter Besetzung.
Öffentlich-Rechtliche räumen bei Grimme-Preisen ab
Düsseldorf. Verkehrte Welt bei den begehrten Grimme- Fernsehpreisen: Während die öffentlich-rechtlichen Sender 2010 sämtliche Preise für Unterhaltung und Fiktion einheimsten, konnten die Privatsender erstmals ausgerechnet in der öffentlich-rechtlichen Domäne «Information und Kultur» zwei der fünf Preise davontragen.
Herbert Grönemeyer als Krautrock-Archäologe
Berlin. Tiefer konnte die Verbeugung von Herbert Grönemeyer nicht ausfallen.
Larsson-Gefährtin: An Bestsellern «aktiv beteiligt»
Hamburg/Stockholm - Der schwedische Bestsellerautor Stieg Larsson soll seine «Millenniums-Trilogie» nicht allein geschrieben haben.
Und Reinhard Mey stellt sich wieder in den Regen
Aachen. Reinhard Mey ist ein höflicher Mensch. Er redet, wie er singt. Er wählt die Worte so fein, so überlegt, wie er das in seinen Liedern tut. Mey nimmt sich Zeit, hört aufmerksam zu, er bezieht klar Position. Manche Themen sind für ihn erledigt. Auf einen Radiohit zum Beispiel hofft er nicht mehr.
Großartiger Abend mit Keane im Kölner E-Werk
Von Thorsten Karbach | 17.06.2009, 11:19
Köln Weniger war bei Keane immer mehr. Mit Klavier und Schlagzeug sind die Musiker aus Sussex in die vorderste Reihe britischer Popbands gerauscht.
Es war ein großartiger Abend - für das Publikum und die Band, die von der Begeisterung getragen wurden. Es war ein Konzert wie ein Selbstläufer, angetrieben von einem aufgedrehten Sänger Tom Chaplin und mit Energie geladen von Pianist Tim Rice-Oxley und Schlagzeuger Richard David Hughes - dazu gab es auch noch eine saubere Basslinie von Jesse Quin. Chaplin war ungemein präsent, so dass man ihm auch seine etwas übertriebene Gestik verzeihen mochte, bisweilen verrenkte er die Arme wie ein Musikazubi in einer Castingshow. Nur dass er besser singen kann als die dort gezüchteten Popsternchen. Mit «Bend and break», «This is the last time», «Somewhere Only We Know» , «Everybody´s Changing» oder dem Schlussakkord «Bedshaped» (alle von «Hopes and Fears») waren es in erster Linie die Frühwerke der Band, die die Akzente setzen.
Immer wenn Chaplin für neuere Songs (etwa «Spiralling») die Gitarre um den Hals baumeln ließ, konnte zwar rhythmisch geklatscht aber auch schnell wieder vergessen werden. Denn dann klangen Keane so wie Neue Deutsche Welle mit etwas mehr Sinn im Gesang. Aber diese Belanglosigkeiten waren nur spärlich ins Programm gebastelt - gut so. Die emotionalen Balladen dominierten, mit «Early Winter» - eigentlich von Gwen Stefani gesungen aber eben von Rice-Oxley geschrieben - wurde ein ganz feiner Akzent gesetzt. Ein richtiger Weniger-ist-mehr-Song. Ein gutes Stück Keane.
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