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Missbrauch: Die Kirchengemeinde verlangt Aufklärung

| 30.03.2010, 17:00

Eschweiler. Die Kirchengemeinde St. Peter und Paul hat das Bistum Aachen über Vorwürfe sexuellen Missbrauchs durch einen nicht namentlich genannten Priester informiert.

Die Vorwürfe, die vorwiegend die Jahre 1957 bis 1975 betreffen, stammen von einer Person, die nach eigenen Angaben Missbrauch im Haus St. Josef in Eschweiler selbst erlebt hat. Sie hat sich an die Presse gewandt, möchte jedoch derzeit anonym bleiben. Die Kirchengemeinde hat die Staatsanwaltschaft bereits informiert. Der Bischöfliche Beauftragte für sexuellen Missbrauch wird die Vorwürfe bearbeiten.

Bistum und Kirchengemeinde weisen jedoch darauf hin, dass bis 1992 die Ordensschwestern der Armen Dienstmägde Jesu Christi (Dernbacher Schwestern) die Leitung des Hauses St. Josef innehatten.

Seit mehr als zehn Jahren sind Vorwürfe missbräuchlicher Erziehungsmethoden vornehmlich aus den 50-er und 60-er Jahren öffentlich erhoben worden. In Presse und Rundfunk wurde darüber ausführlich berichtet. Gerichtliche Verfahren und Prozesse sind von ehemaligen Heimbewohnern nur gegen den Orden gerichtet und geführt worden.

Während das Bistum Aachen die Ordensleitung in der Verantwortung sieht, diejenigen Missbrauchsvorwürfe aufzuarbeiten, die gegen Ordensschwestern erhoben wurden, betont Pfarrer Dr. Andreas Frick: «Die Kirchengemeinde nimmt den Wunsch nach Aufarbeitung ernst und wird deshalb an der rückhaltlosen Aufklärung mitarbeiten.»




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