Argentinische Regierung setzt Waldschutzgesetz in Kraft
(epd) | 14.02.2009, 12:52
Buenos Aires. In Argentinien ist ein neues Gesetz zum Schutz des Waldes in Kraft getreten. Präsidentin Cristina Kirchner reagierte mit ihrer lange ausstehenden Unterschrift auf die verheerenden Überschwemmungen in der nördlichen Provinz Salta. Starke Regenfälle hatten in den vergangenen Tagen Schlammlawinen ausgelöst und die Ortschaft Tartagal verwüstet.
In Argentinien verringert sich der Wald jährlich um eine Fläche von 280.000 Hektar. Rund 70 Prozent seines ursprünglichen Urwaldes hat das südamerikanische Land bereits verloren. Das Gesetz hatte der Präsidentin bereits seit November 2007 zur Unterschrift vorgelegen, nachdem beiden Kammern des Kongress mit großer Mehrheit dafür gestimmt hatten.
Die Lobby der Sojaproduzenten in den nördlichen Provinzen hatte das Gesetz bekämpft. So erlaubte beispielsweise die Provinzregierung von Salta die Rodung von geschützten Wäldern zugunsten des Sojaanbaus. Außerdem wurden weitere Flächen für die extensive Weidewirtschaft geschaffen.
Die Anbaufläche für Soja war zu Beginn des Jahres 2007 auf 16,1 Millionen Hektar gestiegen, von 6,7 Millionen Hektar im Jahr 1996. Sojafelder umfassen mittlerweile mehr als 50 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche Argentiniens.
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