Specials / Alemannia

Die Verträge der drei Aachener Torhüter laufen aus

Von Roman Sobierajski | 12.01.2009, 18:46

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Aachen/Larnaka. Sie tragen die Rückennummern 1, 12 und 41 und sie eint, dass sie für die «Null» zuständig sind, indem sie die knapp 18 Quadratmeter, die ein Fußballtor umfasst, sauber halten. Aber Stephan Straub, Thorsten Stuckmann und David Hohs, die Torhüter der Alemannia, haben noch eine weitere Gemeinsamkeit.

Bei allen läuft der Vertrag zum Saisonende aus. Trotzdem könnte die Situation der Torhüter unterschiedlicher kaum sein.

Thorsten Stuckmann ist die unumstrittene Nummer eins, auch wenn er das Trikot mit der Nummer 12 trägt. Seit 33 Meisterschaftsspielen steht der 1,98-Meter-Mann ununterbrochen zwischen den Pfosten. Der 27-Jährige kam vom Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig an den Tivoli - und musste sich erst einmal gegen zwei Bundesliga-Torhüter durchsetzen. «Ich wollte mir selbst ein Jahr Zeit geben und mich durchbeißen. Das habe ich schneller geschafft als erhofft», erinnert sich «Stucki» an seine Anfangszeit in Aachen.

Dass sein Vertrag - ebenso wie bei Straub und Hohs - bislang noch nicht verlängert wurde, hängt auch mit dem Wechsel des Sportdirektors zusammen. Eine Situation, die Stuckmann dennoch nicht nervös macht: «Ich fühle mich wohl hier, Aachen ist natürlich mein erster Ansprechpartner. Wenn der Verein mit mir reden will, bin ich da. Ich denke, dass bis Ende Februar alles grob geklärt sein wird», blickt Aachens Stammtorwart in die Zukunft.

Stephan Straub, der die Rückennummer 1 trägt, ist die Nummer zwei im Torwart-Gefüge. Eine Rolle, die der 37-Jährige, dessen Karriereende nicht mehr ganz so weit in der Zukunft liegt, erst lernen musste. «Vor einem Jahr war ich von heute auf morgen draußen», erinnert sich Straub. Beim 3:2-Sieg gegen den 1. FC Köln durfte der 37-Jährige zum letzten Mal ran, dann bekam Thorsten Stuckmann seine Chance - und flog gegen die TuS Koblenz vom Platz, Kristian Nicht wurde eingewechselt.

20 Jahre Profi-Dasein

Wieviel seitdem passiert ist, zeigt die Tatsache, dass nur noch Jerome Polenz, Matthias Lehmann und Cristian Fiel aus der Köln-Startformation noch im Kader sind. Stephan Straub, der in zwei Wochen 38 Jahre alt wird, hat den Hierarchie-Wechsel akzeptiert - und setzt sich dennoch persönliche Ziele: «Ich versuche weiter, meine sportliche Leistung zu bringen, damit ich da bin, wenn Not am Mann ist.» Das Karriereende ist für ihn kein festes Datum im Kalender, «dafür bin ich viel zu sehr bei der Sache, um mich damit zu beschäftigen».
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