Fall Robben: Holland-Bosse kommen nach München
München. Der Streit zwischen dem FC Bayern München und dem niederländischen Fußballverband (KNVB) im Fall Arjen Robben geht womöglich dem Ende entgegen.
Beckham hofft auf Comeback am 11. September
Los Angeles. Fußball-Ikone David Beckham steht vor einem vorgezogenen Comeback. Der Engländer hatte sich im März einen Riss der Achillessehne zugezogen, als er auf Leihbasis für den AC Mailand spielte. Seine Rückkehr war eigentlich nicht vor dem 1. Oktober erwartet worden.
Stark wie nie - Löw: «Bedingungen stelle ich»
Brüssel. Ein Titelgewinn fehlt ihm noch, trotzdem präsentiert sich Joachim Löw beim Neuanfang in der EM-Qualifikation so stark wie nie.
Vom «Gott» zum «Monster»: Capello wehrt sich
London. Englands Fußball-Nationaltrainer Fabio Capello hat sich vor dem EM-Qualifikationsauftakt gegen Bulgarien gegen harte Kritik in der britischen Presse gewehrt.
Dank Malte Mohr hat auch Aachen jetzt «'ne Höhe»
Aachen. «Endlich habt ihr auch 'ne Höhe!» Ein eher banaler Satz, der aber ein Dauerlächeln in das Gesicht von Michael Leers zauberte. «Endlich habt ihr auch 'ne Höhe!» 5,72 Meter, dreimal 5,70 Meter und letztes Jahr die 5,75 Meter von Björn Otto, die Siegerhöhen bei den NetAachen Domspringen konnten sich auch in den letzten Jahren sehen lassen.
Volleyball nicht nur mit den Händen, sondern auch mit den Füßen
Düren. Mit einer Premiere wartet der Beach-Cup der Dürener Kreisbahn auf: Am Samstag und Sonntag bewegen die Aktiven den Volleyball auf dem Rathaus-Vorplatz nicht nur mit den Händen über das Netz, sondern auch mit den Füßen.
Brouwers trifft und träumt von Oranje
Von Bernd Schneiders | 28.03.2010, 21:20
Mönchengladbach. «Ruuuuuuuud» schallt es aus der HSV-Kurve, wenn Hamburgs spektakulärer Neuzugang an den Ball kommt. Das war im Borussia Park eher selten der Fall. «Rooooel» hatte was dagegen: Mönchengladbachs Innenverteidiger Roel Brouwers beherrschte nicht nur seinen berühmten Landsmann. Sein Tor zum 1:0-Sieg bedeutet den fast sicheren Klassenerhalt.
Dieses Jahr winkt ihm eine komfortablere Unterkunft: das WM-Mannschaftsquartier der niederländischen Nationalmannschaft in Südafrika. Bondscoach Bert van Marwijk war Augenzeuge im Borussia Park, wie sich der lange Limburger zum besten Mann auf dem Platz aufschwang. Der ehemalige BVB-Trainer sucht noch Ersatz für den verletzten Stammverteidiger André Ooijer.
Mit Brouwers bekäme er einen Abwehrrecken mit Torriecher: Wie etwa in der 43. Minute: Der Borussen-Verteidiger nutzte die Verwirrung in der HSV-Abwehr, als David Rozenahl einen Freistoß von Arango in den Rücken Aogos köpfte. Den Abpraller verwandelte Brouwers kaltblütig wie ein Torjäger, der er in der Tat für Mönchengladbach ist: Das goldene Tor (43.) war bereits sein siebter Saisontreffer. «Er steht immer zur rechten Zeit am rechten Ort», staunte auch sein Team-Kollege Filip Daems.
Das bekam auch Ruud van Nistelrooy zu spüren. Beim Tor kam er mit seiner Grätsche zu spät, und auch in der Offensive bekam der Weltklasse-Stürmer gegen den in seiner Heimat weitgehend unbekannten Brouwers keinen Stich. Nach 63 Minuten wurde van Nistelrooy ausgewechselt, doch Paolo Guerrero erging es bei seinem Comeback nicht viel besser. «Roel spielt eine überragende Saison. Als ich gekommen bin, stand er in der Kritik», erinnerte Michael Frontzeck an die wundersame Wandlung des bescheidenen Niederländers vom idealen Zweitligaspieler zu einer tragenden Säule im Erstligateam.
Als Höhepunkt demnächst die WM-Teilnahme: «Das wäre ein Traum», gestand Brouwers. Aber Mönchengladbachs Trainer hieße nicht Michael Frontzeck, wenn er aufkommenden Personenkult nicht gleich im Keim zu ersticken versuchte. «Van Marwijk war sicher nicht nur wegen Roel hier. Aber gemeinsam mit Dante hat er gut gearbeitet. Doch das waren nicht die beiden alleine. Die ganze Mannschaft ist mit Herz und Leidenschaft gegen eine spielerisch starke Mannschaft wie den HSV ans Limit gegangen.»
Der Schlüssel zum Erfolg aber lag für den Gladbach-Coach in höheren Regionen: «Im Kopf. Wir sind noch nicht soweit, dass wir gegen Mannschaften wie den HSV die ganze Zeit Fußball spielen können.» Das bescherte den Sieg, den 52269 Zuschauern nach einer turbulenten Anfangsphase mit Chancen durch Karim Matmour, Arango (beide 2.) und Rob Friend (9.) feierten. Nach einer Partie, das durch viele Unzulänglichkeiten im Aufbauspiel arg zerrissen war.
Gladbach, mit Tony Jantschke für den erkrankten Tobias Levels (Magen-Darm-Infekt), machte die Räume eng, kam kaum einmal in ernsthafte Gefahr. Begünstigt durch die Bewegungsarmut des HSV, die nicht nur Klub-Chef Bernd Hoffmann konstatierte. Mit etwas größerer Konzentration bei den Kontern hätten die Gladbacher die kämpferischen Defizite der Norddeutschen wesentlich besser ausnutzen können. Aber das Primat des kopfgesteuerten Arbeitens reichte, um den frühzeitigen Klassenerhalt zu sichern. «Rein rechnerisch sind wir noch nicht durch», befand zwar Thorben Marx. «Aber wenn wir uns das noch nehmen lassen, brauchen wir nie wieder Fußball zu spielen.»
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